Saarbrücken: Witwe: "Es ist kein Leben mehr in meinem Leben"

Bei einer Zwangsräumung wird ein Gerichtsvollzieher im Saarland erstochen. Gegen Ende des Prozesses spricht erstmals die Witwe.

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Im Prozess um den getöteten Gerichtsvollzieher hat die Witwe eine bewegende Erklärung abgegeben. "Es ist kein Leben mehr in meinem Leben, mein Herz und mein Haus voller Stille, ein täglicher Kampf", sagte sie am Landgericht Saarbrücken.

Sie habe den großen Wunsch, dass der Angeklagte "seine gerechte Strafe" bekomme. Egal, wie hoch die Strafe sein werde, sie werde aus ihrer Sicht nie angemessen sein können. Mit seiner Tat habe der Angeklagte "so viele Leben zerstört", sagte sie. Von Familienangehörigen, Kollegen und Freunden, die ihn liebten.

Gerichtsvollzieher bei Zwangsräumung erstochen

Ihr Mann habe mit solch einem Angriff niemals gerechnet. Er habe gearbeitet für sein Land, für seine Familie und sei dann "sprichwörtlich ins offene Messer gelaufen". Sie sei seit der Tat in psychischer und psychiatrischer Behandlung, könne nicht arbeiten gehen.

Im Prozess soll heute noch eine Gutachterin zur mutmaßlichen psychischen Erkrankung des Angeklagten gehört werden. Dann könnte es die Plädoyers geben, sagte der Gerichtssprecher.

Seit 20. Mai steht ein 42 Jahre alter Deutscher wegen Mordes vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im November 2025 den 58 Jahre alten Gerichtsvollzieher im saarländischen Bexbach (Saarpfalz-Kreis) mit einem Jagdmesser erstochen zu haben, als dieser eine Zwangsräumung vollstrecken wollte.

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