Mondprogramm der Nasa: Esa-Chef: Anforderungsprofil gab Ausschlag für Auswahl von Italiener

Die Nasa treibt ihr "Artemis"-Mondprogramm voran. Als erster Europäer sollte ein Deutscher bei einer Mission dabei sein, hieß es - doch jetzt ist es ein Italiener. So erklärt das der Esa-Chef.

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Das von der US-Raumfahrtbehörde Nasa vorgegebene Anforderungsprofil hat nach Angaben von Josef Aschbacher, Chef der europäischen Raumfahrtagentur Esa, den Ausschlag für die Auswahl des italienischen Astronauten Luca Parmitano für die Nasa-Mondmission "Artemis 3" gegeben. "Sie haben ganz konkret einen Testpiloten gesucht, und in unserem Astronautencorps gibt es nur einen Testpiloten - und das ist Luca Parmitano", sagte Aschbacher der Deutschen Presse-Agentur.

Aschbacher hatte zuvor gemeinsam mit der Nasa im texanischen Houston verkündet, dass Parmitano im kommenden Jahr einer der vier Raumfahrer bei der Mission "Artemis 3" sein werde. Die Mission soll Tests in einer Erdumlaufbahn durchführen.

Eigentlich war Deutscher als erster "Artemis"-Europäer vorgesehen

Noch vor wenigen Monaten hatte Aschbacher gesagt, dass ein Deutscher der erste Europäer sein werde, der auf einer "Artemis"-Mondmission fliegen werde. Die beiden deutschen Esa-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer hatten anschließend mehrfach betont, diese Chance sehr gern wahrnehmen zu wollen.

"Die Aussage steht weiterhin", sagte Aschbacher nun. "Artemis 3" sei aber eine Mission in einer Erdumlaufbahn und damit "natürlich nicht ein Flug zum Mond wie wir ihn klassischerweise sehen würden".

Aschbacher: Müssen neu verhandeln

Zudem sei die Aussage auf Basis des "Lunar Gateway"-Projekts getroffen worden - eines Außenpostens am Mond, der als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mond und später möglicherweise auch zum Mars dienen sollte. Die Esa war daran maßgeblich beteiligt, sie stellt unter anderem drei Kernelemente. Vorbereitung und Umsetzung laufen seit Jahren. Nasa-Chef Jared Isaacman hatte die Pläne vor ein paar Monaten allerdings zumindest vorerst eingestampft. Eine endgültige Aussage dazu, ob das "Lunar Gateway" überhaupt noch zum Einsatz kommt, steht noch aus. Aschbacher zeigte sich dazu nicht optimistisch.

Deswegen müsse man "neu diskutieren und neu beginnen", sagte der Esa-Chef. Die Nasa habe sich zu neuen Verhandlungen bereit erklärt, die in den kommenden Monaten stattfinden sollen. Die Esa sei in einer "guten Ausgangsposition", sagte Aschbacher, es gebe aber noch keinerlei Zusagen und "ein Flug zur Mondoberfläche ist noch nicht garantiert".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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