Düsseldorf: Etwa 250 weitere Sirenen in NRW installiert
Ihr Heulton ist kaum zu überhören. Sirenen sollen auf akute Gefahren hinweisen. Informationen gibt es dann im Radio oder Internet. Das Netz der Anlagen wird seit Jahren wieder dichter.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Zahlen steigen laut einer Übersicht des NRW-Innenministeriums von Jahr zu Jahr an. Im Vergleich zum aktuellen Stand gab es im Jahr 2017 in NRW nur rund 4.250 Sirenen. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 2.350 Sirenen oder gut 55 Prozent. Nach früheren Ministeriumsangaben hatten in den vergangenen Jahren Hunderte Kommunen Fördermittel für Sirenen erhalten. Die Förderung konnte sowohl für neue Anlagen als auch zur Modernisierung genutzt werden.
"Im Notfall muss die Warnung jeden und jede im Land schnell erreichen", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Deshalb werde in den Ausbau des Sirenennetzes konsequent investiert. "Ein flächendeckendes Sirenennetz kann neben anderen Warnsystemen im Ernstfall Leben retten", unterstrich er.
Sirenenabbau nach Ende des Kalten Krieges
Sirenen können etwa vor Naturkatastrophen oder Bränden warnen oder auch Feuerwehrleute alarmieren. Bis Anfang der 1990er Jahre gab es nach Angaben des NRW-Innenministeriums ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes, das ursprünglich die Bevölkerung vor möglichen Luftangriffen warnen sollte.
Nach Ende des Kalten Krieges habe der Bund das Sirenennetz aufgegeben und den Kommunen zur Übernahme angeboten. Nur einige hätten von dem Angebot Gebrauch gemacht, so dass damals viele Sirenen abgebaut worden seien.
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