Münster/Bielefeld: Alkoholisierter Mann stirbt in Polizeigewahrsam in Münster

Ein Mann soll dem Haftrichter vorgeführt werden. Doch Polizeibeamte finden ihn Stunden nach seiner Festnahme in Münster leblos in seiner Zelle. Die Todesursache ist nicht abschließend geklärt.

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Ein Mann ist in Münster aus noch ungeklärter Ursache im Polizeigewahrsam gestorben. Der 41-Jährige ohne festen Wohnsitz war wegen eines versuchten Raubdelikts vorläufig festgenommen worden und sollte am Tag danach einem Haftrichter vorgeführt werden. Er sei alkoholisiert gewesen, teilten die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei in Bielefeld mit.

Der Mann sei am Samstagvormittag in Gewahrsam genommen worden. Am Abend fanden Beamte ihn leblos in seiner Zelle und verständigten Rettungsdienst und Notarzt, der den Tod feststellte. Aus Neutralitätsgründen übernahm die Polizei in Bielefeld die weiteren Ermittlungen.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Eine Obduktion am Montag brachte den Angaben zufolge zwar einige Erkenntnisse, aber noch keine genaue Todesursache. "Es haben sich keine Hinweise auf eine äußere Fremdeinwirkung ergeben", hieß es. Man habe "Anhaltspunkte für eine Intoxikation des Verstorbenen" gefunden - also eine Vergiftung.

Der Mann habe nach ersten Untersuchungsergebnissen langjährig Alkohol und möglicherweise auch Betäubungsmittel konsumiert. Diesen Anzeichen solle ein weiteres rechtsmedizinisches Gutachten nachgehen.

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