Nach Tigerausbruch: Ungewisse Zukunft für Raubkatzen nach Tiger-Ausbruch

Nach dem Ausbruch eines Tigers bleibt unklar, wie es mit den übrigen acht Raubkatzen der Ex-Artistin weitergeht. Die Behörden fordern strengere Haltungsvorgaben, die Halterin will die Tiere behalten.

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Nach dem Ausbruch eines Tigers aus einem privaten Gehege einer ehemaligen Zirkus-Artistin nahe Leipzig ist der Verbleib der übrigen acht Raubkatzen noch nicht geklärt. Es werde weiter daran gearbeitet, die Situation der Tiger zu verbessern, teilte das zuständige Landratsamt Nordsachsen auf Anfrage mit.

Es bestehe weiterhin die Forderung an die Halterin, die Vorgaben des Säugetiergutachtens zu erfüllen. Demnach muss für Tiger ein Außengehege von mindestens 200 Quadratmetern Fläche zur Verfügung stehen, für jedes weitere ausgewachsene Tier müssen es je 100 Quadratmeter mehr sein. Andernfalls muss der Tierbestand den aktuell zur Verfügung stehenden Flächen angepasst werden, hieß es weiter.

Landratsamt: Wegnahme der Tiere ist Option

Da sich die Halterin gegen die Auflagen wehrt, ist ein Abschluss des Verfahrens noch nicht absehbar. Sollte jedoch feststehen, dass die Auflagen des Landratsamtes zur Einhaltung des Tierwohls gerechtfertigt sind und dennoch keine Anpassung erfolgt, ist eine Wegnahme von Tieren eine mögliche Option.

Vor knapp zwei Wochen war ein ausgewachsener männlicher Tiger aus der Anlage in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei wurde ein 72 Jahre alter Helfer der Artistin schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Tiger im Bereich einer Kleingartenanlage. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen eingeleitet.

Halterin will Raubkatzen behalten

Die Halterin selbst hatte laut Medienberichten gesagt, nichts falsch gemacht zu haben. "Für mich ist im Moment das ganz große Ziel, meine Tiere nicht zu verlieren", hatte sie betont. Sie selbst war bei dem Vorfall nicht vor Ort.

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