Busbrand in der Schweiz: Radiomoderatorin (26) nach Feuer-Tragödie gestorben

Bei dem tragischen Brand in einem Schweizer Linienbus sind sechs Menschen gestorben - darunter eine Radiomoderatorin. Ihr Sender macht die traurige Nachricht öffentlich. 

Erstellt von - Uhr

Eine Radiomoderatorin ist bei einem Brand in einem Schweizer Linienbus gestorben. (Foto) Suche
Eine Radiomoderatorin ist bei einem Brand in einem Schweizer Linienbus gestorben. Bild: Adobe Stock/ Patrick Daxenbichler
  • Radiomoderatorin bei Feuer in Schweizer Linienbus ums Leben gekommen.
  • Radiosender und Promis trauern um verstorbene Moderatorin.
  • Bei dem Brand starben sechs Personen, darunter der Täter.

Bei einem verheerenden Feuer in einem Linienbus im schweizerischen Kerzers sind am Dienstagabend (11. März 2026) sechs Menschen gestorben. Unter den Opfern befindet sich die 26-jährige Radiomoderatorin Lara Baumgartner (26), die beim Sender Energy Bern arbeitete.

Radiomoderatorin bei Brand in Schweizer Linienbus ums Leben gekommen

Die Sendergruppe Energy Schweiz bestätigte den Tod ihrer Mitarbeiterin auf Instagram. "Lara war ein wunderbarer Mensch und eine außergewöhnliche Kollegin", schrieb der Sender. "Ihr Lachen, ihre große Herzlichkeit, ihr feiner Humor und ihre kluge, liebevolle Art haben viele Menschen berührt. Sie hinterlässt eine Lücke, die kaum in Worte zu fassen ist."

Nico Santos trauert um verstorbene Radiomoderatorin

Prominente und Instagram-Follower des Radiosenders zeigen sich bestürzt. In der Kommentarspalte drücken sie ihr Beileid aus:

  • "Mein herzlichstes Beileid. Ganz viel Kraft für ihre Familie, Freunde und alle Mitarbeiter und Kollegen von Lara", schreibt Sänger Nico Santos.
  • "Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir von diesem tragischen Unglück erfahren.
    Unsere Gedanken sind bei der Familie von Lara Baumgartner, ihren Freunden und beim gesamten Energy-Team. Es ist unvorstellbar, einen so jungen und geschätzten Menschen zu verlieren. Wir wünschen allen Angehörigen und Wegbegleitern viel Kraft in dieser unfassbar schweren Zeit", schreibt der SC Bern.

Das Radio war ihr Traum: Radiosender erinnert sich an seine Moderatorin

Laut dem Schweizer Portal "20 Minuten" lebte Baumgartners Vater im selben Ort wie seine Tochter im Kanton Freiburg. Eine Bekannte von Baumgartners Vaters berichtet gegenüber dem Schweizer Portal "20 Minuten", dass die Arbeit beim Radio der große Lebenstraum der Frau gewesen sei. Ihr Vater sei überaus stolz auf ihren beruflichen Werdegang gewesen.

Auf der Webseite von Energy Bern wird die verstorbene Moderatorin als jemand beschrieben, der Menschen liebte – "am liebsten mit Ecken und Kanten". Die Psychologie habe sie besonders interessiert, "weil es dort kein Schwarz-Weiß gibt – nur jede Menge Grau". Zudem hatte sie über mehrere Jahre Gesangsunterricht genommen und erzählte leidenschaftlich gern Geschichten. Baumgartner moderierte die Mittags- und Wochenendsendungen.

Brand in Schweizer Linienbus: Mann soll sich angezündet haben

Bei dem Brand starben nach Polizeiangaben sechs Personen, darunter der Brandstifter,der 63-jährige Busfahrer, zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren, ein 29-jähriger Mann und ein 16-jähriger Jugendlicher. Von den fünf Verletzten seien zwei weiterhin im Krankenhaus, wie Keystone-SDA berichtete. Das tödliche Feuer ist nach Angaben der Behörden mutmaßlich von einem psychisch labilen Mann ausgelöst worden. Die Tat habe keinen ideologischen Hintergrund, so die Polizei. Bei dem Inferno in Kerzers in der Nähe von Bern starben sechs Menschen, fünf Personen wurden verletzt.

Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in der Hand in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten, sagte Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin in einer Pressekonferenz. Plötzlich habe sich der Schweizer mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die Behörden bestätigten am Abend, dass der 65-jährige Mann unter den Todesopfern ist, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA meldete. Der mutmaßliche Brandstifter sei zuvor eher im medizinischen Bereich als im Bereich der Strafverfolgung bekannt gewesen, erklärte der Staatsanwalt. Die Behörden schließen einen terroristischen Hintergrund aus, hieß es bei der Pressekonferenz, an der Vertreter des Kantons, der Polizei und der Justiz teilnahmen. "Die Gemeindebehörde von Kerzers bekundet ihre Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer", hieß es auf der offiziellen Homepage des Ortes. 

Diese Todesfälle haben uns ebenfalls berührt:

/bua/news.de/dpa/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.