Klage gegen Boulevard: Bespitzelungsprozess: Prinz Harry trifft am Gericht ein

Der jüngere Sohn von König Charles III. verklagt die mächtigste Boulevardzeitung des Landes wegen angeblich illegaler Recherchemethoden. Harry ist nicht der einzige Promi, der schwere Vorwürfe erhebt.

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Prinz Harry ist zum Auftakt seiner Klage gegen den Verlag der Boulevardzeitung "Daily Mail" am Gericht in London eingetroffen. Der 41-Jährige betrat das Gebäude mit einem Lächeln und winkte den zahlreichen Reportern zu.

Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) wirft den Journalisten vor, über Jahre mit illegalen Methoden gearbeitet zu haben, um Stoff für Schlagzeilen zu finden. Erwartet wird, dass Harry am Donnerstag selbst in den Zeugenstand tritt - ein ungewöhnlicher Vorgang für ein Mitglied der Königsfamilie. Der Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Weitere Prominente haben sich der Klage angeschlossen, darunter Popstar Elton John (78) und dessen Mann David Furnish (63).

Den Klägern zufolge sollen Journalisten unter anderem Privatdetektive damit beauftragt haben, Wanzen in Wohnungen und Autos ihrer mutmaßlichen Opfer anzubringen. Zudem sollen Telefongespräche abgehört und Krankenakten sowie Bankdaten unrechtmäßig eingesehen worden sein. All das soll sich in den Jahren 1993 bis 2011 abgespielt haben.

Für Harry, der sich vor gut fünf Jahren vom engeren Kreis der Königsfamilie lossagte und mit seiner Frau Herzogin Meghan (44) in den USA lebt, ist es bereits die dritte Klage dieser Art. Die Gründe für seinen Kreuzzug gegen die Boulevardpresse sind sehr persönlich. Er hat mehrfach deutlich gemacht, dass er den Unfalltod seiner Mutter Prinzessin Diana 1997 in Paris den Paparazzi anlastet, die ihr und ihren Begleitern damals auf den Fersen waren. Mehrmals deutete er an, dass er befürchtet, Meghan könne ein ähnliches Schicksal ereilen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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