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Drama in Solingen News aktuell: Fünf tote Geschwister: Spendenkonto für überlebenden Marcel 

Eine Mutter in Solingen soll fünf ihrer sechs Kinder ermordet haben. Nach dem Fünffach-Mord hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet, um Geld für die Beerdigungen der ermordeten Kinder zu sammeln. Alle aktuellen News im Ticker.

Eine Mutter hat in Solingen 5 ihrer Kinder getötet. Bild: dpa

In Solingen sind fünf tote Kinder gefunden worden. Das bestätigte die Polizei in Wuppertal. In einer Straße im Stadtteil Hasseldelle ist von einer Minute zur anderen nichts mehr wie es war. Dutzende Anwohner sind fassungslos. Viele kannten die Kinder.

Drama in Solingen - 5 tote Kinder in Wohnung gefunden

Die Leichen wurden in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus entdeckt. Nach dpa-Informationen hatte die Großmutter die Polizei kurz vor 14 Uhr informiert. Vor dem Haus waren am Nachmittag zahlreiche Polizei- und Rettungswagen zu sehen.

Tote Kinder in Solingen 1, 2, 3, 6 und 8 Jahre alt

Laut Polizei laufen die Ermittlungen.Die getöteten Kinder sind drei Mädchen im Alter von 18 Monaten, zwei und drei Jahren sowie zwei Jungen im Alter von sechs und acht Jahren. Die 27 Jahre alte Mutter war nach Angaben der Polizei nicht in der Wohnung. Sie habe sich etwa eine Viertelstunde, bevor die toten Kinder entdeckt wurden, am Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen und werde schwer verletzt im Krankenhaus behandelt. Ein weiteres Kind, ein elf Jahre alter Junge, hatte die Mutter, die Deutsche ist, zunächst zum Hauptbahnhof in Düsseldorf begleitet. Dann fuhr das Kind alleine weiter zu einer Großmutter nach Mönchengladbach. "Er befindet sich im sicheren Familienumfeld", erklärte die Polizei. Solingen liegt im Bergischen Land, rund 35 Kilometer von Düsseldorf entfernt.

Drama in Solingen im News-Ticker aktuell

+++ 07.09.2020: Fünf Geschwister tot: Spendenkonto für überlebenden Marcel +++

Nach dem Tod seiner fünf Geschwister richtet die Stadt Solingen ein Spendenkonto zur Unterstützung des einzig überlebenden Kindes ein. Die eingehenden Beträge sollen dem derzeit Elfjährigen auf seinem weiteren Lebensweg helfen, zum Beispiel bei der Finanzierung einer Ausbildung, teilte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Montag mit. Die Kosten für die Bestattung der verstorbenen Geschwister sichert demnach die Stadt ab.

Das Konto werde als Treuhandkonto bei der Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung geführt. Die IBAN lautet DE 97 3425 0000 0001 6633 84. Bei der Überweisung wird um die Angabe des Stichwortes «Licht» gebeten. Das Stichwort erinnere an die vielen Lichter, «die die Nachbarinnen und Nachbarn der Verstorbenen am vergangenen Samstag in Solingen entzündet haben», hieß es. Mit der Einrichtung des Kontos greife die Stadt sehr gerne eine Anregung auf, die viele Bürger über die sozialen Medien an den Oberbürgermeister gerichtet hätten.

Die Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung ist den Angaben zufolge eine rechtlich selbstständige Stiftung, die von der Stadt Solingen gegründet wurde, unter anderem mit Mitteln aus dem Nachlass des Solinger Alt-Oberbürgermeisters Gerd Kaimer. Sie widme sich sozialen und kulturellen Zwecken und der Förderung der Jugend.

+++ 07.09.2020: Ermittlungen im Fall Solingen gehen weiter +++

Nach dem gewaltsamen Tod von fünf kleinen Kindern in Solingen gehen am Montag die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Im Mittelpunkt steht dabei die mordverdächtige Mutter (27), die die Kinder erst betäubt und dann erstickt haben soll. Genaueres dazu soll eine toxikologische Untersuchung ergeben. Die Beerdigung der fünf Kinder ist erst möglich, wenn die Leichen freigegeben worden sind.

Die Ermittler vermuten, dass die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern nach der Trennung von ihrem Mann die Tat in einem Zustand emotionaler Überforderung begangen hat. Die Ehe sei zerrüttet gewesen, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag berichtet. Gewissheit über das Motiv kann aber nur eine ausführliche Vernehmung der Frau bringen. Am Freitag galt sie noch als nicht vernehmungsfähig. Sie hatte sich vor einem Zug geworfen und war schwer verletzt worden. Nähere Informationen über ihren Gesundheitszustand hatte es am Wochenende nicht gegeben.

Offen ist zu Wochenbeginn auch das weitere Schicksal des elfjährigen Sohnes, des einzig überlebenden Kindes der 27-Jährigen. Er ist derzeit bei seiner Großmutter in Mönchengladbach, müsste aber theoretisch am Montag in Solingen wieder in die Schule. Er könne sich kaum vorstellen, dass der Junge in die Schule gehen werde, sagte ein Solinger Stadtsprecher. Die Entscheidung liege allerdings bei den Jugendämtern in Solingen und Mönchengladbach.

Die Opferschutzbeauftragte des Landes NRW, Elisabeth Auchter-Mainz, sagte, sie habe den Eindruck, dass der Junge und die Großmutter in Mönchengladbach gut betreut würden. Für die Zukunft seien viele Fragen offen, aber zunächst benötigten der Junge und seine Großmutter Zeit. "In so einer Lage brauchen die Menschen Zeit - und diese Zeit muss dem Jungen und seiner Großmutter gegeben werden."

+++ 06.09.2020: Solingen sammelt spenden für Beerdigung ermordeter Kinder +++

Solingen trauert um fünf gewaltsam zu Tode gekommene Kinder - und viele Bürger wollen mit Spenden helfen. Am Samstagabend folgten schätzungsweise rund 800 Menschen einem Aufruf des Stadtteils Hasseldelle, um mit einer Schweigeminute der toten Kinder zu gedenken. Viele Bürger hätten über die sozialen Medien Spenden angeboten, hieß es. Die Stadt werde am Montag ein Spendenkonto eröffnen, aus dem etwa Beerdigungskosten bezahlt werden könnten, sagte ein Stadtsprecher. Unklar war zunächst die Zukunft des einzig überlebenden Kindes, eines elfjährigen Jungen. Er ist bei seiner Großmutter in Mönchengladbach.

Die Opferschutzbeauftragte des Landes NRW, Elisabeth Auchter-Mainz, sagte, sie habe den Eindruck, dass der Junge und die Großmutter - auch von Notfallseelsorgern - gut betreut würden. Für die Zukunft seien viele Fragen offen, aber zunächst benötigten der Junge und seine Großmutter Zeit. "In so einer Lage brauchen die Menschen Zeit - und diese Zeit muss dem Jungen und seiner Großmutter gegeben werden."

+++ 05.09.2020: Solingen trauert um getötete Kinder - Mutter unter Mordverdacht +++

Nach dem gewaltsamen Tod von fünf Kindern in Solingen wollen die Nachbarn der Familie am Samstag mit einer Lichterkette und einer Schweigeminute Abschied nehmen. Alle Anwohner seien gebeten, um 18.50 Uhr vor die Tür zu treten und eine Lichterkette zu bilden. "Der Tod von fünf Kindern trifft unsere Nachbarn, uns und die Hasseldelle ins Herz", heißt es in einem Aufruf zur Lichterkette in dem Solinger Stadtteil Hasseldelle.

Die Mutter der fünf Kinder wird verdächtigt, die Kinder umgebracht zu haben. Gegen sie hat ein Richter Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen. Die Ermittler vermuteten am Freitag, dass die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern nach der Trennung von ihrem Mann die Tat in einem Zustand emotionaler Überforderung begangen hat. Die Ehe sei zerrüttet gewesen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Vor der Tat habe die Frau ein Jahr von ihrem letzten Mann, dem Vater von vier ihrer Kinder, getrennt gelebt. Sie sei die einzige Verdächtige.

+++ 04.09.2020: Haftbefehl wegen Mordes für Mutter im Fall Solingen erlassen +++

Nach der Tötung von fünf Kindern in Solingen hat ein Richter Haftbefehl gegen die Mutter erlassen. Das sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt am Freitag in Solingen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Haftbefehl wegen fünffachen Mordes beantragt. Ob die 27-Jährige nun in ein Justizvollzugskrankenhaus kommt, sei noch ungewiss.

+++ 04.09.2020: Fall Solingen: Keine Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung +++

Im Fall Solingen hat es vor der Tat nach Ermittlerangaben keine Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung gegeben. "Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für irgendeine Auffälligkeit in der Familie", sagte Heribert Kaune-Gebhardt von der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Freitag.

Zuvor hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Familie der fünf getöteten Kinder dem städtischen Jugendamt vor der Tat bereits bekannt war. "Der Familie wurden von der Stadt Solingen erforderliche Unterstützungen gewährt. Das Jugendamt hat zusätzlich mögliche Hilfsangebote unterbreitet", erklärte die Stadt. "Erkenntnisse zu Auffälligkeiten oder einer potentiellen Gefährdung der Kinder gab es zu keinem Zeitpunkt."

+++ 04.09.2020: Nach Tat konnte überlebender Elfjähriger noch nicht befragt werden +++

Nach dem Tod von fünf Kindern in Solingen konnte der einzig überlebende Elfjährige aus rechtlichen Gründen noch nicht befragt werden. Das teilten die Ermittler am Freitag mit. Seine Mutter habe Beschuldigtenstatus, deshalb sei eine Befragung nicht ohne Weiteres möglich.

+++ 04.09.2020: Solinger Tat ging wohl emotionale Überforderung nach Trennung voraus +++

Die dringend verdächtige Mutter der fünf toten Kinder von Solingen hat die Tat wohl in einem Zustand der emotionalen Überforderung begangen. Das sagte der Leiter der Mordkommission Marcel Maierhofer am Freitag vor der Presse. Zuvor habe sie ein Jahr von ihrem letzten Mann, dem Vater von vier ihrer Kinder, getrennt gelebt. Sie habe die Tat ihrer eigenen Mutter in einem Whatsapp-Chat gestanden und sich dann in Düsseldorf vor einen Zug geworfen. Dabei habe sie schwere, aber nicht lebensgefährliche innere Verletzungen erlitten.

+++ 04.09.2020: Ermittler: Kinder starben am Mittwoch oder Donnerstag +++

Im Fall Solingen sind die fünf Kinder nach Erkenntnissen der Ermittler am Mittwoch oder Donnerstag getötet worden. Der Tatzeitpunkt liege zwischen dem Mittwochnachmittag und dem Donnerstagvormittag, sagte der Leiter der Mordkommission, Marcel Maierhofer, am Freitag in Solingen.

+++ 04.09.2020: Kinder in Solingen sind wohl erstickt und betäubt worden +++

Die fünf tot gefundenen Kinder aus Solingen sind den Ermittlern zufolge vermutlich erstickt. Es gebe auch Hinweise, dass sie sediert worden seien, sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt am Freitag in Solingen, ohne Details zu nennen. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben.

+++ 04.09.2020: Ermittler: Mutter einzig Tatverdächtige in Solingen +++

Im Fall der fünf getöteten Kinder aus Solingen ist die 27-jährige Mutter nach Angaben der Ermittler "die einzig Tatverdächtige". Ein elfjähriger Sohn habe überlebt, sagte Einsatzleiter Robert Gereci am Freitag in Solingen. Keiner der drei Väter der insgesamt sechs Kinder sei tatverdächtig.

+++ 04.09.2020: Fall Solingen: Drei Väter der Kinder sind unverdächtig +++

Im Fall der getöteten Kinder aus Solingen ist keiner der Väter tatverdächtig. Die 27 Jahre alte Mutter sei die einzige Tatverdächtige, betonte der Einsatzleiter Robert Gereci am Freitag vor der Presse. Die insgesamt sechs Kinder der Frau stammten von drei verschiedenen Vätern.

+++ 04.09.2020: Jugendamt war mit Familie der fünf getöteten Kinder in Kontakt +++

Die Familie der fünf getöteten Kinder aus Solingen war dem städtischen Jugendamt vor der Tat bereits bekannt. «Der Familie wurden von der Stadt Solingen erforderliche Unterstützungen gewährt. Das Jugendamt hat zusätzlich mögliche Hilfsangebote unterbreitet», teilte die Stadt am Freitag mit, ohne Details zu nennen. "Erkenntnisse zu Auffälligkeiten oder einer potentiellen Gefährdung der Kinder gab es zu keinem Zeitpunkt." Weitere Angaben könnten mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Familienmitglieder nicht gemacht werden, schrieb die Stadtverwaltung.

+++ 04.09.2020: Bereits im April Polizeieinsatz bei Solinger Familie +++

Wie die "Bild"-Zeitung bezüglich des Solingen-Dramas aktuell berichtet, soll es bereits im April dieses Jahres zu einem Polizeieinsatz bei der Familie gekommen sein. Wie es dort heißt, habe der Vater versucht, sich zu töten - die Mutter das Vorhaben jedoch verhindert. Danach seien Hilfsangebote der Polizei nicht in Anspruch genommen worden.

Die Mutter habe laut "Bild" vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus die Großmutter der Kinder angerufen, berichtet die Zeitung weiter. Sie habe ihr mitgeteilt, was sie getan habe, und dass sie den ältesten Sohn nun zu ihr schicken werde.

+++ 04.09.2020: Experte zu Solingen: Warnzeichen möglicherweise wegen Corona nicht erkannt +++

Der gewaltsame Tod von fünf Kindern in Solingen deutet nach Ansicht des Kriminalexperten Axel Petermann auf Hilf- und Perspektivlosigkeit der Mutter hin. Mögliche Warnzeichen für die Tat seien zudem womöglich wegen der Coronavirus-Pandemie nicht rechtzeitig erkannt worden, sagte Petermann der Deutschen Presse-Agentur. So sei beispielsweise denkbar, dass durch das Ausfallen von Schulunterricht und Kindergartenbetreuung Mechanismen nicht greifen konnten, die sonst Hilfe oder Unterstützung ermöglicht hätten.

Dass bei dem Fall in Solingen eine Frau unter Tatverdacht stehe, sei außergewöhnlich, sagte Petermann, der Buchautor und Fallanalytiker ist. "Diese Gewalt bedeutet ja auch für jede einzelne Tötung einen neuen Entschluss." Die Konsequenz des Tatgeschehens sei für Mütter ungewöhnlich. "Ich zumindest habe das so nie erlebt", so der Profiler. Häufiger seien es Männer, die im Rahmen eines erweiterten Suizids die eigenen Kinder töteten. Oft stehe dabei ein Streit um das Sorge- oder Besuchsrecht mit der Ex-Partnerin.

Bei Männern komme als Motiv auch häufig eine Aggression gegen die Mutter der Kinder infrage. Die solle durch das Töten der gemeinsamen Kinder dann bestraft werden. Das hält Petermann bei einer Frau aber für unwahrscheinlich. Eher glaubt er, dass Mütter die eigene Perspektivlosigkeit auf die Kinder übertragen und ihnen das Leid ersparen wollen, das sie mit dem eigenen Leben verbinden.

+++ 04.09.2020: Mordkommission ermittelt im Fall der fünf getöteten Kinder - Wurden sie vergiftet? +++

Eine Mordkommission ermittelt im Fall der fünf getöteten Kinder von Solingen. Die Todesursache der Kinder werde im Rahmen der Ermittlungen und einer Obduktion geklärt, teilte die Polizei mit. Die getöteten Kinder sind drei Mädchen im Alter von 18 Monaten, zwei und drei Jahren sowie zwei Jungen im Alter von sechs und acht Jahren. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt sollen die Kinder "nach ersten Erkenntnissen[...]keine sichtbaren Verletzungen [aufgewiesen haben], deshalb vermuten die Ermittler einer Mordkommission, dass die Mutter sie vergiftet hatte". Eine Bestätigung gibt es dafür bisher nicht.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) war nach einem Besuch am Tatort sichtlich schockiert. "Heute ist ein Tag, an dem wir in Solingen sehr traurig sind, weil eine Tat geschehen ist, die uns tief ins Herz getroffen hat", sagte Kurzbach. Er wolle ein kurzes Gebet sprechen. Am Abend gab es eine Schweigeminute vor dem Haus.

+++ 03.09.2020: Fünf tote Kinder in Solingen entdeckt - Polizei hat Kontakt zum Vater +++

Die Polizei hat nach eigenen Angaben inzwischen Kontakt zum Vater der in Solingen getöteten Kinder. Nähere Details dazu nannte Polizeisprecher Stefan Weiand am Donnerstag in Solingen vorerst nicht. Die fünf Kinder - der Polizei zufolge drei Mädchen im Alter von eineinhalb, zwei und drei Jahren sowie zwei sechs und acht Jahre alte Jungen - waren am Donnerstag tot in einer Wohnung in Solingen-Hasseldelle entdeckt worden. Die 27-Jährige Mutter steht im Verdacht, sie getötet zu haben. Anschließend soll die Deutsche sich im nahe gelegenen Düsseldorf vor einen Zug geworfen und schwer verletzt überlebt haben.

+++ 03.09.2020: Nur der große Bruder überlebte: Mutter soll fünf Kinder getötet haben +++

Eine Mutter aus Solingen soll fünf ihrer sechs Kinder getötet haben. Die Kinder wurden am Donnerstag in einer Wohnung in der Stadt im Bergischen Land gefunden, wie die Polizei in Wuppertal der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. "Wir nehmen eine Straftat an und werden die Mutter dazu befragen müssen, im Moment ist sie aber noch nicht vernehmungsfähig", sagte Polizeisprecher Stefan Weiand in Solingen. "Was wann genau warum passiert ist, wissen wir noch nicht, nur, dass es eine sehr tragische Situation ist." Auf Gerüchte, wonach die Kinder mit Tabletten getötet worden sein könnten, gingen die Ermittler nicht ein. "Wir wissen nicht, wie sie ums Leben gekommen sind", sagte ein Sprecher.

Krankenwagen stehen vor einem Haus. In Solingen sind in einem Haus mehrere tote Kinder gefunden worden. Bild: dpa

Bis in den Abend war die Spurensicherung vor Ort. Die Leichen waren bis dahin noch nicht abtransportiert. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) war nach einem Besuch am Tatort sichtlich schockiert. "Heute ist ein Tag, an dem wir in Solingen sehr traurig sind, weil eine Tat geschehen ist, die uns tief ins Herz getroffen hat", sagte Kurzbach gegenüber Journalisten vor Ort.

Immer wieder lösen Fälle, bei denen Elternteile ihre Kinder töten, Entsetzen aus. In Nordrhein-Westfalen hatte zuletzt im vergangenen April ein 41-Jähriger seine Frau sowie drei Kinder getötet und sich von einer Brücke in den Tod gestürzt.

+++ 03.09.2020: Fünf Kinder getötet - Tat in Solingen löst Entsetzen aus +++

Dutzende Menschen stehen fassungslos auf der Straße vor einem Mehrfamilienhaus in Solingen. Hier haben Rettungskräfte in einer Wohnung am Donnerstagnachmittag eine schreckliche Entdeckung gemacht. Fünf Kinder sind tot.Geschwister, die auch viele der geschockten Anwohner kennen. Die Menschen verharren im kalten Regen. Vor dem Haus fahren unterdessen immer mehr Polizisten vor. Experten sollen den Fundort untersuchen. Beamte sperren das Areal ab, nur nach Anwohner kommen in die Nähe.

Ein Nachbar aus dem Haus gegenüber reparierte gerade sein Auto, als plötzlich Polizeiautos und Rettungswagen vorfuhren. Seine Schwester kennt die Familie, eine ruhige Familie mit sechs Kindern, wie sie sagt. "Ich selbst bin schockiert. Ich bin auch eine Mama."

Wo ist die junge Mutter, wo ist der Älteste der Geschwister aus dem siebenstöckigen Wohnhaus? Was ist mit ihnen? Alles ist so unfassbar für die Anwohner. Eine Polizeisprecherin vor Ort bestätigt dann, dass die Mutter im Verdacht steht, die eigenen Kinder getötet zu haben. In dem erschütternden Fall sind noch viel Fragen offen, Gerüchte kursieren in der eng bebauten Straße. Wo der Vater steckt, war am Donnerstag zunächst unklar. Die Mordkommission ermittelt, gut 40 Beamte sind vor Ort im Einsatz. Auch die Polizei ist fassungslos: "Wie konnte so was nur passieren?", sagt Sprecher Stefan Weiand.

+++ 03.09.2020: NRW-Innenminister Reul zum Tod der fünf Kinder in Solingen +++

"Das Familiendrama von Solingen erfüllt mich mit großer Trauer, und im Moment bin ich mit meinen Gedanken und mit meinem Gebet bei fünf kleinen Kindern, die so furchtbar früh aus dem Leben gerissen wurden."

(NRW-Innenminister Herbert Reul am Donnerstag in Düsseldorf zum Fall in Solingen)

+++ 03.09.2020: Mutter soll fünf Kinder umgebracht haben - ein Sohn überlebte +++

Eine Mutter soll in Solingen fünf ihrer sechs Kinder umgebracht haben. Die 27-Jährige habe sich danach im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, sagte ein Polizeisprecher in Wuppertal am Donnerstag. Sie habe den Suizidversuch überlebt und sei verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Schaulustige scharen sich vor dem Wohnhaus, in dem die toten Kinder entdeckt wurden. Bild: dpa

Bei den toten Kindern handele es sich um drei Mädchen im Alter von eineinhalb, zwei und drei Jahren sowie um zwei sechs und acht Jahre alte Jungen. Ein elfjähriger Sohn der Frau habe überlebt und sei bei Familienangehörigen untergebracht worden.

+++ 03.09.2020: Mutter soll fünf ihrer Kinder getötet haben +++

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, steht die Mutter (27) unter Tatverdacht, fünf ihrer sechs Kinder getötet. Danach soll sie vor einen Zug gesprungen sein, um sich selbst das Leben zu nehmen. Doch laut "Bild" überlebte sie schwer verletzt.

Die tatverdächtige Mutter soll mit einem weiteren Kind zum Düsseldorfer Hauptbahnhof gefahren sein, wo sie um 13.47 Uhr auf die Gleise der S-Bahn-Linie 1 ging. Laut einem Feuerwehrsprecher wurde die Frau zwischen zwei Gleisbetten geborgen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

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fka/news.de/dpa