12.12.2019, 08.18 Uhr

Vulkanausbruch auf Neuseeland: White Island - Freitag Bergung der 8 möglichen Todesopfer

Neuseelands Ureinwohner nennen ihn Whakaari, den "dramatischen Vulkan". Der Ausbruch des Vulkans auf White Island in Neuseeland hat mittlerweile sechs Todesopfer gefordert. Und es werden weitere Opfer befürchtet.

Auf Neuseeland kam es zu einem Vulkanausbruch. Bild: dpa

Auf der neuseeländischen Insel White Island, einem beliebten Ziel von Touristen, ist am Montag ein Vulkan ausgebrochen. Nach dem Ausbruch des Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island vermutet die Polizei, dass es dort keine Überlebenden mehr gibt. Nach mehreren Erkundungsflügen mit Flugzeugen und Hubschrauber sagte ein Sprecher: "An keinem Ort sind Lebenszeichen gesichtet worden. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen glauben wir nicht, dass sich auf der Insel noch Überlebende befinden." Bislang wurden sechs Tote bestätigt. Insgesamt 30 Menschen liegen mit teils schlimmen Brandverletzungen in Krankenhäusern. Mehrere sind in Lebensgefahr.

Vulkanausbruch bei Neuseeland: Alle aktuellen Entwicklungen in News-Ticker

  • bislang 6 Tote geborgen
  • 30 Verletzte nach Vulkanausbruch
  • 8 Menschen werden noch vermisst
  • Polizei leitet nach Vulkanausbruch Ermittlungen ein

+++ 12.12.2019: Freitag Bergung der 8 möglichen Todesopfer +++

Nach tagelangem Warten wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs will die neuseeländische Polizei die mutmaßlich acht Todesopfer auf der Vulkaninsel White Island nun an diesem Freitag bergen. Dies teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in der Hauptstadt Wellington mit. Bei dem Ausbruch von Neuseelands aktivstem Vulkan am Montag kamen nach einer bisher inoffiziellen Bilanz 16 Menschen ums Leben. Dazu gehören auch die Toten auf der Insel. Zwei Verletzte starben in der Nacht.

Mehrere Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Insgesamt 21 Menschen wurden am Donnerstag wegen teils schlimmer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt. Den Gesundheitsbehörden zufolge sind 16 davon in einem «kritischen Zustand». Die Gefahr eines neuen Ausbruchs ist Experten zufolge immer noch nicht gebannt. In den vergangenen Tagen wuchs jedoch der Druck von Angehörigen, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wird, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwunden sein könnten.

+++ 11.12.2019:Neuseeländische Vulkaninsel bleibt weiter gesperrt +++

Wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs bleibt die neuseeländische Vulkaninsel White Island weiterhin gesperrt. Den Bergungsteams gelang es auch am Mittwoch (Ortszeit) nicht, die vermutlich noch acht Toten von der Insel zu holen. Die Leiterin des nationalen Zivilschutzes, Sarah Stuart-Black, sprach von einer "höchst tragischen Situation", nicht nur für die Hinterbliebenen.

+++ 10.12.2019: Schon 6 Tote auf Neuseeland! Behörden rechnen mit weiteren Toten +++

Die Zahl der Todesopfer in Neuseeland ist erneut gestiegen. Insgesamt sechs Menschen starben bislang infolge desVulkanausbruchs auf der Insel White Island. Und es werden weitere Tote befürchtet. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, könnte die Opferzahl auf bis zu 30 steigen. Viele der Opfer erlittenschwere Verbrennungen,die bis zu 70 Prozent ihres Körpers bedecken. Es wird angenommen, dass viele der Opfer die schweren Verletzungen nicht überleben werden. 

+++ 10.12.2019: Polizei: Auch vier Deutsche während Vulkanausbruchs auf White Island +++

Beim Ausbruch des Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island waren auch vier Deutsche auf der Insel oder in unmittelbarer Nähe. Dies teilte die neuseeländische Polizei am Dienstag in Wellington mit. Nach Informationen des neuseeländischen Online-Portals Stuff wird ein deutsches Ehepaar aus Baden-Württemberg noch vermisst. Dafür gab es von Seiten der Behörden jedoch keine Bestätigung.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Montagabend lediglich mitgeteilt, dass nach den vorliegenden Informationen auch Bundesbürger verletzt worden seien. Auf deutsche Todesopfer gebe es bislang keine Hinweise, hieß es aus dem Ministerium. Bei der Eruption kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Acht werden derzeit noch vermisst. Die Hoffnung, auf der Insel noch Überlebende zu finden, tendiert gegen Null.

Insgesamt 31 Menschen liegen mit teils schlimmen Brandverletzungen in Krankenhäusern. Mehrere sind in Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei kam der Großteil der Inselbesucher, insgesamt 24, aus Australien. Neun sind aus den USA, fünf aus Neuseeland, jeweils zwei aus Großbritannien und China sowie eine Person aus Malaysia.

+++ 10.12.2019: Neuseeländische Polizei leitet nach Vulkanausbruch Ermittlungen ein +++

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland mit mindestens fünf Todesopfern hat die Polizei am Dienstag Ermittlungen zum Hergang der Katastrophe eingeleitet. Dabei geht es auch um die Frage, ob Todesfälle und Verletzungen hätten vermieden werden können. Mindestens acht Menschen werden auf der Vulkaninsel White Island noch vermisst. Der Polizei zufolge gibt es praktisch keine Hoffnung mehr, dass sie noch am Leben sind. 31 Menschen liegen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäusern. Mehrere schweben in Lebensgefahr.

Unter den Todesopfern sind nach Medienberichten auch zwei ausgebildete Führer, die die Gruppe am Montag auf die Insel begleiteten. Der Vulkan von White Island - etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik - ist Neuseelands aktivster Vulkan. Trotz verstärkter Aktivität war er auch in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel von Ausflugsbooten. Pro Jahr wird die Insel von etwa 10 000 Menschen besucht.

Zu Kritik an den Rettungsarbeiten sagte ein Polizeisprecher: "Wir glauben absolut, dass jeder, der am Montag von der Insel gebracht werden konnte, auch gerettet wurde." Mehrere der Verletzten werden in Kliniken behandelt, die speziell für Brandopfer eingerichtet sind. Ein Sprecher des neuseeländischen Gesundheitsministeriums sagte, möglicherweise würde nicht alle überleben. Mehr als 20 Verletzte seien in kritischem Zustand.

+++ 09.12.2019: Vulkanausbruch auf Neuseeland: Mindestens 20 Tote befürchtet +++

Nach bisherigen Angaben wurden bei dem Ausbruch am Montag mindestens fünf Menschen getötet. Mehr als 20 werden noch vermisst. Mindestens sieben Touristen wurden schwer verletzt. Die Insel knapp 50 Kilometer vor der Küste wird jährlich von etwa 10.000 Ausflüglern mit dem Boot besucht.

Der Vulkan brach nach Angaben der Behörden gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr) Ortszeit aus. Auf Bildern einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine größere Gruppe von Wanderern in unmittelbarer Nähe des Kraters aufhält. Dann wird die Kamera schwarz. Die Polizei sprach davon, dass zu diesem Moment bis zu 50 Menschen auf der Insel waren. Bis zum Abend konnten 23 davon in Sicherheit gebracht werden. Die anderen galten offiziell als vermisst.

+++ 09.12.2019: Vulkanausbruch in Neuseeland: Vermutlich Deutsche unter Verletzten +++

Bei dem Vulkanausbruch am Montag in Neuseeland sind vermutlich deutsche Touristen verletzt worden. "Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin am Nachmittag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit habe man keine Erkenntnisse, dass sich Deutsche auch unter den Toten befänden.

Möglicherweise zwei Dutzend Menschen kamen nach Angaben der Polizei bei der Eruption ums Leben. Bis zum Abend wurden fünf Tote geborgen. Auch 18 Verletzte haben man bergen können, hieß es. Hoffnung auf weitere Überlebende besteht nach Aussage der Polizei aber nicht mehr. Die Rettungskräfte hatten die Suche bei Einbruch der Dunkelheit unterbrochen. Erst bei Tagesanbruch will das neuseeländische Militär weiter nach den Vermissten suchen.

+++ 09.12.2019: Acht Menschen nach Vulkanausbruch in Neuseeland weiter vermisst +++

Nach dem Vulkanausbruch auf einer kleinen Insel vor der Küste Neuseelands gelten noch acht Menschen als vermisst. 31 Menschen wurden am Tag nach dem plötzlichen Ausbruch des Vulkans von White Island im Krankenhaus behandelt, wie die Polizei am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilte. Bereits zuvor war bestätigt worden, dass fünf Menschen ums Leben kamen.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte bei einer Pressekonferenz im Küstenstädtchen Whakatane auf der neuseeländischen Nordinsel, man halte die Vermissten für tot. Es handele sich um Neuseeländer sowie um Touristen aus Australien, Großbritannien, China, Malaysia und den USA.

Ardern sagte, zur Zeit des Vulkanausbruchs seien zwei Gruppen auf der Insel gewesen. Eine Gruppe habe in Sicherheit gebracht werden können, die andere sei zu nahe am ausbrechenden Krater gewesen. Bei Luftaufklärungsflügen über Nacht habe es keine Anzeichen von Überlebenden gegeben, sagte sie.

+++ 09.12.2019: Weitere Tote auf Insel White Island befürchtet! Suche nach Vermissten derzeit nicht möglich +++

Aus Sorge vor weiteren Eruptionen war es Polizei und Rettungskräften nach Angaben eines Sprechers zunächst nicht möglich, die Insel genauer abzusuchen. Im Einsatz waren mindestens sieben Hubschrauber. Neuseelands Vize-Polizeichef John Tims sagte, "wahrscheinlich" gebe es noch mehr Todesopfer. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sagte dazu: "Wir haben derzeit noch keine volle Klarheit. Wir wollen jetzt nicht spekulieren." Auch am Abend lief die Suche noch.

Mindestens ein Ausflügler wurde nach Angaben der Polizei schwer verletzt. In Medienberichten war von sieben Schwerverletzten die Rede. Mehrere der Ausflügler kamen von einem Kreuzfahrtschiff, der "Ovation Of The Seas". Die Reederei übermittelte der Polizei eine Liste von Passagieren. Ob auch Deutsche während des Ausbruchs auf der Insel waren, ließ sich zunächst nicht klären.

Ein Tourist, der mit seiner Familie noch kurz vor dem Ausbruch am Vulkan war, veröffentlichte bei Twitter Bilder der riesigen Aschewolke.

+++ 09.12.2019: Vulkan Whakaari auf Neuseeland ausgebrochen +++

Der Vulkan wird von den Maori-Ureinwohnern Te Puia O Whakaari genannt, was sich mit "Der dramatische Vulkan" übersetzen lässt. Er ist der aktivste Vulkan Neuseelands. Mehrere Unternehmen bieten von der Küste aus Tagestouren mit dem Boot an. Die Insel wird pro Jahr von etwa 10.000 Ausflüglern besucht. Das Nachrichtenportal "Stuff" zeigte Fotos, die kurz vor dem Ausbruch entstanden sein sollen. Darauf sind mehrere Touristen in der Nähe des Kraters zu sehen.

Die Insel wurde 1769 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt, der ihr auch den Namen gab. Grund dafür war, dass White Island ständig in einer Wolke von weißem Dampf und Rauch erschien.

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fka/bua/news.de/dpa

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