04.11.2013, 10.40 Uhr

Prostitution: Lesen Sie auf Seite 2: Union und SPD wollen jetzt das Prostitutionsgesetz verschärfen!

Union und SPD planen inzwischen eine Verschärfung des Prostitutionsgesetzes. «Die brutale Ausbeutung von Prostituierten, die heute massenhaft in Deutschland stattfindet, muss beendet werden. Menschenverachtende Praktiken wie Flatrate-Sex gehören verboten», sagte SPD-Vize Manuela Schwesig.

Außerdem müsse den betroffenen Frauen geholfen werden, etwa mit einem eigenständigen Aufenthaltsrecht. Die Vorsitzende der Frauenunion, Maria Böhmer (CDU), sagte: «Freier, die Zwangsprostituierte ausnutzen, wollen wir bestrafen. Vor allem junge Frauen unter 21 Jahren müssen sich persönlich beim Amt melden.» Bordelle sollten genehmigungspflichtig werden. Für Prostituierte solle es Pflicht werden, sich regelmäßig von unabhängigen Ärzten untersuchen zu lassen.

Emma-Appell gegen Prostitution findet zahlreiche Unterstützer

In der vergangenen Woche rückte die Prostitution in den Fokus. Zahlreiche Prominente aus Kunst, Kultur, Politik und Wissenschaft hatten einen «Appell gegen Prostitution» von Frauenrechtlerin Alice Schwarzer unterzeichnet. Ihre Unterstützer fordern eine Änderung des Prostitutionsgesetzes von 2002, das die rechtliche Stellung von Prostituierten regelt. Es trage in Wahrheit «die Handschrift der Frauenhändler». Deutschland sei zur «europäischen Drehscheibe für Frauenhandel und zum Paradies der Sextouristen aus den Nachbarländern» verkommen, heißt es in dem Aufruf.

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Zu den ersten 90 Unterzeichnern gehören die Ex-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, Schauspieler und Künstler wie Senta Berger, Maria Furtwängler, Hannes Jaenicke, Wolfgang Niedecken, Dieter Nuhr, Ranga Yogeshwar und Margarethe von Trotta. Zudem unterstützen mehrere Politiker den Aufruf, der eine «Ächtung und, wenn nötig, auch Bestrafung der Freier» fordert: unter anderem die Vorsitzende der CDU-Frauenunion, Maria Böhmer, die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, die EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP).

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jag/news.de

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