Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 09.10.2013, 13.19 Uhr

Fit im Kopf: Kann Sudoku als Gehirnjogging dienen?

Jung und Alt sind im Sudoku-Fieber. Das Kult-Rätsel hat Deutschland erreicht und jeder zermartert sich den Kopf, um die leeren Kästchen mit den Zahlen von 1 bis 9 zu füllen. Doch einmal abgesehen vom Spaß: Hilft Sudoku auch wirklich, dass Gehirn fit zu halten?

Sudoku-Fans schwören Stein und Bein, dass die Zahlenrätsel das Hirn fit machen. Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Das Prinzip des Zahlenrätsels Sudoku ist denkbar einfach: In eine Matrix, in der bereits Zahlen stehen, müssen – in der klassischen Variante - die noch fehlenden Ziffern von 1 bis 9 eingetragen werden, so dass sich in jeder Zeile eben diese Zahlenfolge ergibt. Wer ans Ziel gelangen und die Matrix vollständig füllen will, muss logisch vorgehen.

Deshalb macht Sudoku das Hirn fit

Genau aus diesem Grund sind sich die Mediziner auch einig, dass sich Sudoku – ebenso wie andere Denksportaufgaben – hervorragend für das Gehirnjogging eignet. Denn durch die ständige geistige Anforderung rosten unsere Nervenzellen nicht ein. Ganz im Gegenteil sogar: Vor allem bei Spieleinsteigern werden neue Verbindungen geknüpft, während sie sich dem Rätselspaß hingeben. Durch den Austausch von komplexen Informationen werden außerdem bereits eingestaubte Nervenverbindungen wieder poliert und sozusagen zu neuem Leben erweckt.

Warum ist Sudoku besser als Kreuzworträtseln?

Zudem hat Sudoku sogar Vorteile gegenüber dem Kreuzworträtsel. Bei diesem rufen wir lediglich unser Wissen zu den gestellten Fragen ab und tragen die Antworten ein. Beim Sudoku hingegen ist eine gewisse Kombinationsgabe sowie eine Flexibilität in der Denkweise gefragt. Um das logische Denken noch mehr zu fördern, gibt es mittlerweile auch verschiedene andere Sudokus in denen zum Beispiel neben den Zahlen von 1 bis 9 auch die Buchstaben von A bis I eingetragen werden.

Gefördert werden kann das Nervenwachstum laut «kurier.at» zudem, wenn man die geistige Aktivität mit der körperlichen kombiniert. Dabei muss es sich nicht um kräftezehrende sportliche Höchstleistungen handeln. Das bestätigt auch der Neurologe Gerd Kempermann gegenüber «kurier.at»: «Man muss nicht gleich Marathon laufen, es reicht, wenn Bewegung in den Alltag integriert wird.»

Noch nicht geklärt werden konnte allerdings, ob es beim Gehirnjogging durch Sudoku auch zu sogenannten Transfereffekten kommt. Will heißen: Dass die beim Zahlenrätsel betroffenen Regionen gefördert werden, ist Fakt, aber ob auch andere Hirnareale positiv beeinflusst werden ist noch ungewiss.

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loc/news.de