Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 08.09.2013, 09.00 Uhr

Ein Zuhälter packt aus: Für Geld verkaufte er seine Freundin

Marcel Feige hat eine packende Geschichte zu Papier gebracht: Das Leben des Zuhälters Siggi, der vom einfachen Sohn eines Bergbauarbeiters zu einer der einflussreichsten Rotlicht-Größen des Ruhrpotts aufstieg. Schonungslos und ehrlich berichtet Siggi über ein Milieu, das in unserer Gesellschaft gern totgeschwiegen wird.

Selten erhält man solche intimen Einblicke ins Rotlicht-Milieu wie in Marcel Feiges Buch. Bild: dpa

Es ist die wahre Geschichte vom Sohn einer Bergarbeiterfamilie aus dem Ruhrgebiet. Doch Autor Marcel Feige berichtet in seinem Buch «Lude! Ein Rotlicht-Leben» nicht nur über den Aufstieg von Siggi zu einem der bekanntesten Zuhälter seiner Region. Die Geschichte, die er erzählt, ist ebenso ein Beleg für die Entwicklungen der Prostitution in Deutschland.

Siggi will für sich ein anderes Leben als seine Eltern führen. Er will nicht im Bergbau arbeiten, sondern das Geld auf eine leichtere Art und Weise verdienen. Zusammen mit seiner Freundin will er eine Kneipe eröffnen. Doch dazu fehlt das nötige Kleingeld. Also geht Wendy, Siggis Freundin, anschaffen. Und sein Leben als Zuhälter nimmt seinen Lauf.

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Lesen Sie exklusiv bei news.de einen Auszug aus «LUDE! Ein Rotlicht-Leben»:

«‹1000 Mark am Tag. 14.000 Mark in zwei Wochen. 31.000 Mark im Monat. Wie viel war das in einem Jahr? Es war sehr viel Geld. Manch einer verkauft dafür sogar seine Seele. Ich verkaufte meine Freundin›, sagt Siggi Lehnhoff über sein Leben als Lude.

Begonnen hatte alles ganz romantisch: Wendy und Siggi sind ein tolles Paar. Zusammen wollen sie eine eigene Kneipe eröffnen, doch es fehlt an Geld. Also geht Wendy anschaffen – aus Liebe zu Siggi und für den gemeinsamen Traum. Doch bald kommt alles anders. Wendy ist nicht mehr die einzige Frau, die für Siggi Geld verdient. Das Geschäft läuft gut und er legt das Geld nicht mehr auf die hohe Kante, sondern investiert es in teure Autos, Drogen und Partys...

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‹Wir trugen fette Geldbündel in der Tasche, Gold am Hals und an den Fingern, wir waren besoffen vom Champagner und zugedröhnt mit Koks, einfach weil es schmeckte, weil wir es uns leisten konnten, weil es Spaß machte. Und zwar jedes Wochenende. 10.000 Mark an einem Wochenende mit den Weibern zu verpulvern, war nichts Besonderes.

Ja, wir waren cool. Wir hatten geile Frauen. Die Frauen hatten geile Männer. Die Welt lag uns zu Füßen. Und der Rest war sowieso doof. Denn nur wir verstanden zu leben. Wir fühlten uns wie die Größten. Die Party, die Kohle, die Fickerei. Wir waren die Größten.›»

Direkt, aber nicht obszön

Dieses Buch spornte die Kritiker zu Lobeshymnen an. So schrieb die Seite «literaturkritiken.de»: «Mit einfachen Worten, geschliffen, aber nicht verschnörkelt, direkt aber nicht obszön, beschreibt Marcel Feige in seinem dritten Milieu-Buch das Leben von Siegfried Lehnhoff (...). Unterhaltsam lässt Marcel Feige den Luden Siggi aus seinem Leben plaudern. Lässt ihn seine Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen und Freuden, aber auch seine Erkenntnisse, Enttäuschungen und Ängste schildern.»

Wer also einmal hineinlesen will in das verbotene Milieu, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Denn es besticht nicht nur durch seine Ehrlichkeit, sondern auch durch einfache und packende Schreibweise.

Hier können Sie Marcel Feiges Buch «LUDE! Ein Rotlicht-Leben. Die Geschichte eines Zuhälters» direkt bestellen.

Autor: Marcel Feige
Titel: «LUDE! Ein Rotlicht-Leben. Die Geschichte eines Zuhälters»
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Umfang: 200 Seiten
Preis: 9,90 Euro

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zij/news.de

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