Graupa: Musikalisches Picknick zu Ehren von Weber und Wagner

Beide wirkten einst als Hofkapellmeister in Dresden, bis heute werden sie in der Elbestadt verehrt: Carl Maria von Weber und Richard Wagner. Jetzt gibt es für die Komponisten eine "Wiesn" in Graupa.

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Wald und Natur sind im Schaffen der Komponisten Carl Maria von Weber und Richard Wagner alles andere als eine Fußnote. In Werken wie Webers "Freischütz" und Wagners "Der Ring des Nibelungen" ist die Natur mehr als eine Kulisse.

Auch deshalb soll beiden Meistern auf der "Weber-Wagner-Wiese" in Graupa an diesem Sonntag unter freiem Himmel gehuldigt werden. Das musikalische Picknick ist als Familienfest angelegt und feiert Wagner zu seinem diesjährigen 213. Geburtstag (22. Mai) und Weber zum 240. Geburtstag (18. November), teilten die Veranstalter mit.

Greifvögel, Bleikugeln und eine Kurzfassung von "Rheingold"

Um das im "Freischütz" wichtige Thema Jagd aufzugreifen, wird auf der Wiese zweimal eine Greifvogelschau angeboten. Für Kinder gibt es Bastelangebote und die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Schmied Kugeln zu gießen - auch das eine Reminiszenz an den "Freischütz".

Kulturell wird der Nachmittag abgerundet unter anderem von Grundschülern und dem Richard-Wagner-Chor aus Graupa und der Opernklasse der Dresdner Musikhochschule mit einer einstündigen Kurzfassung von Wagners "Rheingold". Bei einem "Freischütz" soll die kulturelle Bedeutung des Waldes in der Oper erläutert werden.

Sonderausstellung "Ohne Weber kein Wagner?"

Die Party ist im Hof des Jagdschlosses Graupa, wo die Wagner-Stätten residieren. Sie gelten als weltweit älteste museal genutzte Wohnstätte des Komponisten. Im Schäferschen Gut, dem heutigen Lohengrinhaus, verbrachte er 1846 seinen Sommerurlaub und schuf die musikalischen Skizzen zu seiner Oper "Lohengrin". Wagner war von 1843 bis 1849 Hofkapellmeister in Dresden, Weber von 1817 bis 1826. Im Jagdschloss gibt es seit 2013 eine Dauerausstellung zu Wagner. Momentan läuft auch die Sonderschau "Ohne Weber kein Wagner?"

Weber war für Wagner ein Vorbild. Er setzte sich in seiner Dresdner Zeit auch für die Überführung der Gebeine Webers ein, der 1826 in London gestorben war. Für das neuerliche Begräbnis Webers, das im Dezember 1844 auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden stattfand, komponierte Wagner eine Trauermusik und hielt zudem die Grabrede.

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