Nach Eklat: Kunstbiennale in Venedig eröffnet

Die 61. Kunstbiennale in Venedig startet ohne Eröffnungsfeier und Jury. Warum diesmal das Publikum über die Preise entscheidet und welche Kontroversen die Veranstaltung begleiten.

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Begleitet von Diskussionen um die Teilnahme Russlands und Israels hat die 61. Kunstbiennale in Venedig eröffnet. Bis zum 22. November steht eine der wichtigsten zeitgenössischen Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst nun Besucherinnen und Besuchern offen.

Keine Eröffnungsfeier

Die sonst übliche Eröffnungsfeier fällt aus, ebenso die Vergabe der Goldenen Löwen. Im Streit um den Umgang mit Russland und Israel trat die Jury in der vergangenen Woche geschlossen zurück - ein nie dagewesener Vorgang seit der Gründung 1895. Preise werden nun erst zum Ende der Biennale im November vergeben - und zwar nicht mehr von einer Jury, sondern durch eine Abstimmung unter dem Publikum.

Am Vorabend hatten etwa 2.000 Menschen wegen des Vorgehens Israels im Gazastreifen gegen die Teilnahme des Landes demonstriert. Es kam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, die die Menschen mit Schlagstöcken und Schildern zurückdrängte. Zwanzig nationale Pavillons waren am Freitag nach Berichten italienischer Medien geschlossen geblieben, weil Personal gegen Israels Teilnahme streikte. Die Biennale war bereits vor der offiziellen Eröffnung einige Tage für Journalisten und ein Fachpublikum zugänglich.

Wichtige Künstlerinnen gestorben

Die Biennale wird auch von Todesfällen überschattet. Vergangenes Jahr starb die Kuratorin der Ausstellung, Koyo Kouoh, mit 57 Jahren an Krebs. Im Februar erlag die Installationskünstlerin Henrike Naumann, die Deutschland vertreten sollte, mit erst 41 Jahren ebenfalls einem Krebsleiden. Der deutsche Pavillon wurde trotzdem nach den Ideen Naumanns und der Deutsch-Vietnamesin Sung Tieu gestaltet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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