Polizei-News Köln, 12.10.26: Polizei K/LEV warnt vor Cybertrade Fraud – Verlockende Geldanlagen sind Betrug
Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Köln gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Zivilpolizisten haben am Freitagnachmittag (9. Oktober) einen 55 Jahre alten mutmaßlichen Geldabholer in Leverkusen nach einem Betrugsversuch festgenommen. Er wollte einen vierstelligen Geldbetrag von einem Senior abholen. Angehörige hatten zuvor die Polizei alarmiert, weil sie einen Betrugsversuch vermuteten. Gegen den aus Italien stammenden Mann erließ ein Haftrichter noch am Samstag Haftbefehl. Die Ermittlungen zu den Drahtziehern der "Cybertrade Fraud" genannten Betrugsmasche dauern weiter an.
Dieser Fall ist nur einer von vielen laufenden Ermittlungsverfahren aus diesem Phänomenbereich. Die Polizei Köln bearbeitete allein im Jahr 2025 mehr als 1300 dieser Vorgänge. Sehr häufig reagieren Geschädigte auf Werbeanzeigen im Internet, bei denen Prominente in Talkshows lukrative Geldanlagen bewerben. Über einen Link wird der Zuschauer aufgefordert, seine Erreichbarkeit zu hinterlassen. Nach wenigen Minuten melden sich die Betrüger telefonisch und fordern zur ersten Investitionszahlung auf. Die Videos entpuppen sich in solchen Fällen aber als "Deepfakes", das heißt: Die Talkshows samt Gästen und ihren Redebeiträgen gab es in dieser Form zu keinem Zeitpunkt. Es ist das Werk der Betrüger. In Erwartung hoher Renditen werden - oft über einen längeren Zeitraum - Geldbeträge in Höhe von anfangs 250 Euro bis hin zu sechsstelligen Gesamtsummen überwiesen. Persönliche Geldübergaben stellen Ausnahmen dar. Im Einzelfall kommt es auch zu Rückzahlungen niedriger Beträge. Diese stammen dann jedoch von weiteren Geschädigten, die die Zahlungen in der Annahme einer eigenen Investition vornehmen. Fordern die Geschädigten größere Beträge zurück, werden hohe Auszahlungsgebühren verlangt. Eine tatsächliche Auszahlung bleibt jedoch aus. Das investierte Geld bleibt in der Regel verloren.
Die Polizei empfiehlt: - Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlich hohen Gewinnen bei geringem Einsatz. - Leisten Sie keine Anzahlungen an unbekannte Anrufer oder Anbieter. - Nutzen Sie die Recherchemöglichkeiten der Verbraucherzentralen zu Anlageplattformen. - Lassen Sie keinen Fernzugriff auf PC oder Handy zu - auch wenn der Anrufer "nur helfen" möchte. - Achtung! Zeitdruck ist kein Qualitätsmerkmal einer Geldanlage, sondern ein Warnsignal.
Weitere Informationen z. B. zum Erkennen von unseriösen Plattformen bieten die Verbraucherzentralen unter folgendem Link an: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/so-erkennen-sie-unserioese-onlinetradingplattformen-31474
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Köln vom 12.10.2026 gegen 14:13 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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