Polizei-News Ulm, 09.10.26: Rammingen - Seniorin durchschaut Betrugsmasche am Donnerstag
Ein Diebstahl wurde aktuell von der Polizei in Ulm gemeldet. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am Vormittag klingelte bei der Seniorin in Rammingen das Telefon. Der Anrufer gab vor, von der Kriminalpolizei Ulm zu sein und eine Einbrecherbande geschnappt zu haben. Die Täter hätten auch eine Liste mit Namen dabei gehabt. Die Anschrift der Seniorin stand wohl auch darauf. Die Angerufene erkannte schnell, dass es sich um einen Betrüger handelte, der es nur auf ihr Erspartes abgesehen hatte. Sie legte sofort auf, bevor es überhaupt zu Forderungen kommen konnte. Die Seniorin erstattet Anzeige bei der Polizei. Die hat nun die Ermittlungen aufgenommen.
Telefonbetrüger sind derzeit wieder sehr aktiv (wir berichteten). Jedes Opfer ist eines zu viel. Deshalb warnt die Polizei regelmäßig vor den Betrügern. Sie sind erfinderisch und schlüpfen in unterschiedliche Rollen. Betrüger rufen meist bei älteren Menschen an und bitten sie kurzfristig um Geld. Vorgetäuscht wird eine Notlage wie eine schwere Krankheit oder ein finanzieller Engpass, beispielsweise ein Immobilienkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt, um die Opfer unter Druck zu setzen. Sobald sie bereit sind zu bezahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Haben die Betroffenen die geforderte Summe nicht zu Hause, werden sie gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben.
Die Polizei empfiehlt:
- Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern, vor allem, wenn bestimmte Forderungen gestellt werden.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Betrüger wählen ihre Opfer häufig anhand des Vornamens aus dem Telefonbuch aus. Daraus können sie oftmals Rückschlüsse auf das Alter ziehen. Senioren werden bevorzugt übers Ohr gehauen. Überlegen Sie sich also, ob sie zumindest ihren Vornamen löschen oder abkürzen lassen.
- Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielte Fragen an den Anrufer nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen.
- Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer. Achtung: Betrüger können diese Nummern auch fälschen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter.
- Legen Sie den Hörer auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint.
- Sprechen Sie nicht am Telefon über ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.
- Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion.Wichtige Tipps zum Schutz von Telefonbetrügern erhalten Sie in der Broschüre "Vorsicht, Abzocke!" oder im Internet unter www.polizei-beratung.de Um sie weiter für das Thema Telefontrickbetrug zu sensibilisieren, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die Polizei sukzessive die verschiedenen Maschen erläutert. (https://www.youtube.com/playlist?list=PLHlto8FZiDxtThWg_QGl0xlDImmVjebf8
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Ulm vom 09.10.2026 gegen 10:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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