Polizei-News Ulm, 24.09.26: Bad Schussenried - Senior fiel auf Betrug durch falschen Mitarbeiter einer Softwarefirma herein

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Ulm gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / jgfoto

Am Nachmittag surfte der Mann im Internet. Er bekam mehrere Meldungen und anschließend kam es zu unerwarteten Störungen auf seinem Computer. Ein Pop-up-Fenster öffnete sich und er wurde aufgefordert, eine Rufnummer des Störungsdienstes anzurufen. Der Mann rief die Nummer an. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der vermeintliche Mitarbeiter eines Softwareunternehmens. Der Senior schenkte dem Unbekannten mit indischem Akzent Glauben und ermöglichte ihm einen Fernzugriff auf den PC. Durch geschickte Gesprächsführung erlangte der Betrüger einen Online-Zugang zum PC. Zudem verlangte der Unbekannte noch Codes von digitalen Gutscheinkarten. Die hatte der Mann wohl während der rund dreistündigen Aktion in Supermärkten besorgt und dem Betrüger am Telefon übermittelt. Danach kam es wieder zur Freischaltung des Computers. Erst da dämmerte es dem Senior, dass er einem Betrüger aufgesessen war. Der Mann erstattet Anzeige bei der Polizei Bad Schussenried. Die Beamten haben nun die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei rät:

  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus. Zum Beispiel

Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.

  • Gewähren Sie einem Unbekannten niemals Zugriff auf Ihren

Rechner, wie beispielsweise mit der Installation einer "Fernwartungs-Software". Wenn Sie bereits Opfer wurden:

  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn

herunter.

  • Ändern Sie über einen "nicht infizierten" Rechner unverzüglich

möglicherweise bekanntgewordene Passwörter.

  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das

"Fernwartungs-Programm" auf Ihrem Rechner löschen

  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf,

deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sein können.

  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits

durch Betrüger getätigte Zahlungen zurückholen können.

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Firmennamen "Microsoft"

betrogen worden sein, können Sie den Betrug oder den Versuch des Betrugs zusätzlich bei Microsoft melden:

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Ulm vom 24.09.2026 gegen 08:45 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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