Polizei-News Balve, 11.09.26: Ghost Pairing - Messenger-Konto gekapert und Zahlungsaufforderungen verschickt

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Balve gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Heiko Küverling

Unbekannte haben das WhatsApp-Konto eines 58-jährigen Balvers gekapert. Am Donnerstag gegen Mittag hatte der Balver eine Message bekommen, die von Meta zu kommen schien. Darin wurde er aufgefordert, sein-Messenger-Konto zu "verifizieren". Das tat er. In der Folge bekamen seine Telefonkontakte angeblich von ihm Zahlungsaufforderungen. Der Messenger-Dienst registrierte den verdächtigen Massenversand und sperrte das Konto des Balvers. Er erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Täter machen ihre Opfer zum Handlanger, indem sie deren Konten kapern. Die Betrugs-Nachrichten ziehen immer weitere Kreise. Da die Nachricht von einem Freund oder Bekannten zu kommen scheint, lassen sich immer mehr Nutzer der nützlichen Messenger-Dienste zum Klicken verleiten.

Den Tätern geht es darum, den Zugang zu den Messenger-Konten zu bekommen. Es hat sich der Begriff des "Ghost Pairing" eingebürgert. In vielen Fällen bekamen Nutzer des Online-Dienstes die Bitte angeblich von einem Bekannten, an einem Voting teilzunehmen oder für jemanden "abzustimmen". Die Täter bringen ihre Opfer dazu, einem Link zu folgen und dort ihre Messenger-Zugangsdaten erneut einzugeben. Die Betroffenen loggen sich jedoch in diesem Augenblick nicht wirklich bei ihrem Dienst ein, sondern sie öffnen den Tätern Zugang zu ihrem Konto. Wie von Geisterhand werden ab diesem Zeitpunkt Nachrichten über das Konto des Opfers verschickt.

Nutzer des Dienstes sollten in den Einstellungen prüfen, ob unbekannte weitere Geräte mit dem Konto verknüpft sind, und diese entfernen. Eine Einstellung lässt sich vorbeugend vornehmen: Die Polizei rät, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Werden neue Geräte angemeldet, so muss die Anmeldung auf einem zweiten Weg bestätigt werden. Der Nutzer bekommt dann zum Beispiel eine SMS. Generell sollten Nutzer vorsichtig sein beim Klick auf Links oder beim Scannen von QR-Codes - selbst wenn diese scheinbar von Freunden kommen.

Weitere Infos, auch zu weiteren Sicherheitsrisiken, gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Märkischer vom 11.09.2026 gegen 13:55 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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