Polizei-News Altena, 09.09.26: Am Telefon oder per Mail kann sich jeder für alles ausgeben
Die Polizei informiert über einen aktuellen Vorfall von Cyberkriminalität in Altena. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am Telefon und im Internet kann sich jeder für alles und jeden ausgeben. Dass musste eine Altenaerin am Dienstag leidvoll erfahren.
Erst erhielt sie eine E-Mail, die angeblich von ihrem E-Mail-Provider stammte. Angeblich sei ihre Handy-Nummer gehackt worden. Sie könne sich telefonisch melden. Das tat die Frau und bekam die Auskunft, dass ihr Mail-Konto "gehackt" worden sei. Ihr wurde ein Anruf angekündigt. Der kam am Dienstagabend allerdings nicht von dem angeblichen Mail-Provider, sondern angeblich von einer Sparkasse. Der Anrufer forderte die Frau auf, Geld zu überweisen, damit Hacker keinen Zugriff darauf hätten. Die Frau folgte der Aufforderung und überwies das Geld auf ein Konto in Irland. Erst danach fragte sie bei der besagten Sparkasse nach und der Schwindel flog auf. Natürlich hat sich auch das Versprechen des angeblichen Sparkassen-Mitarbeiters, dass er das Geld zurücküberweisen würde, nicht erfüllt.
Die Polizei warnt immer wieder vor Betrügern. Im Fall der Altenaerin hatte die Absender-Adresse überhaupt nichts mit dem Mail-Provider zu tun, genauso wenig wie die angegebene Telefonnummer zum Kundenservice des Providers führte. Und auch der angebliche Banker war ein Betrüger. Auch eine Absender-Adresse kann manipuliert sein, genauso wie eine angezeigte Anrufer-Telefonnummer. Deshalb ist bei Anrufen, Mails oder Messenger-Nachrichten immer Skepsis angebracht.
Die Polizei rät, im Zweifelsfall selbst die Initiative zu ergreifen und den Kundendienst oder die Bank unter der hoffentlich bekannten Telefonnummer anzurufen. Geben Sie grundsätzlich keine vertraulichen Informationen preis! Banken warnen zum Beispiel immer wieder davor, dass keine PIN oder TAN am Telefon abgefragt werden! Überweisen Sie auf Anweisung Ihnen unbekannter Personen kein Geld - schon gar nicht auf Auslandskonten! Den angeblichen "Hacker-Angriff" wird es wahrscheinlich nicht gegeben haben. Meldungen wie solche sollen die Opfer zu unüberlegten Handlungen verleiten. Allerdings bekommen immer wieder Fremde Zugriff von Mail-Konten, was in den meisten Fällen an viel zu einfachen Passwörtern liegt. Mail-Fächern kommt eine besondere Schlüsselrolle zu, weil Betrüger über E-Mail-Fächer auch Zugriff zu anderen Diensten bekommen. So lassen sich zum Beispiel beim Online-Kaufhaus Empfänger-Adressen und Passwörter ändern. Wenn möglich, so sollten Zwei-Faktor-Authentifizierungen eingerichtet werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Märkischer vom 09.09.2026 gegen 13:40 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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