Polizei-News Glücksburg (Ostsee), 04.09.26: Glücksburg - Vollendeter Betrug durch Schockanruf - Polizei sucht Zeugen

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Glücksburg (Ostsee). Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck

Gestern Abend (03.09.2026) wurde eine 89-jährige Frau aus Glücksburg Geschädigte eines Betruges durch einen sogenannten Schockanruf. Sie übergab einem der Täter an ihrer Haustür Goldmünzen mit einem Wert im mittleren fünfstelligen Bereich.

Eine Frau, die sich für ihre Enkelin ausgab, hatte sich nach Angaben der Geschädigten am frühen Abend telefonisch bei ihr gemeldet und mit weinerlicher Stimme behauptete, einen Menschen totgefahren zu haben. Während des Anrufs übernahm ein angeblicher Polizist das Gespräch und forderte die Rentnerin auf, Geld zu übergeben, um ihre Enkelin vor dem Gefängnis zu bewahren.

In dieser Drucksituation übergab die Angerufene gegen 19:45 Uhr die Goldmünzen an einen Mann, der vor ihrer Tür stand. Kurz darauf wurde ihr bewusst, dass sie Geschädigte eines Betrugs geworden ist, und sie informierte die Polizei. Die Beamten gingen daraufhin umgehend in die Fahndung, konnten aber keine Person mehr feststellen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die vom Nachmittag bis in die Abendstunden in Glücksburg verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:

  • 170-175 cm groß
  • schlank
  • schwarze Jacke mit Kapuze
  • dunkle Schirmmütze
  • Jeans
  • keine Gesichtsbehaarung

Die Münzen wurden in einem beigen Stoffbeutel übergeben. Für die Ermittlungen ist eine Fluchtrichtung wichtig und ob der Abholer in ein Fahrzeug gestiegen ist. Außerdem ermittelt die Polizei, ob die Rentnerin schon vor oder während des Anrufs beobachtet wurde.Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich telefonisch unter 0461-4840 oder per E-Mail unter K8. Flensburg. BKI@polizei.landsh.de zu melden.

Weiterhin warnt die Polizei vor derartigen Betrugsmaschen und gibt folgende Hinweise:

  • Melden Sie sich umgehend bei dem Polizeinotruf, sollten Sie einen solchen Anruf erhalten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

Weitere Hinweise finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Flensburg vom 04.09.2026 gegen 12:33 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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