Polizei-News Kreis Borken, 05.08.26: Polizei warnt vor unseriösen Notdienstanbietern - Ermittlungen wegen des Verdachts des Wuchers

Die Polizei informiert über ein aktuelles Vergehen in Kreis Borken. Was ist zur Zeit bekannt?

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Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / pattilabelle

Aus aktuellem Anlass warnt die Kreispolizeibehörde Borken vor unseriösen Dienstleistungsunternehmen, die ihre Leistungen über das Internet anbieten und Kunden anschließend mit erheblich überhöhten Rechnungen konfrontieren.

Hintergrund sind zwei Strafanzeigen, in denen die Polizei wegen des Verdachts des Wuchers ermittelt. In beiden Fällen suchten die Geschädigten kurzfristig Hilfe über eine Internetsuche. Einmal ging es um die Beseitigung eines Bienennestes, im anderen Fall um eine Rohrverstopfung. Die jeweils angeforderten Mitarbeiter erschienen zeitnah vor Ort und führten die Arbeiten innerhalb kurzer Zeit aus. Anschließend beziehungsweise teilweise bereits vor Beginn der Arbeiten wurden jedoch sehr hohe Beträge verlangt, die unmittelbar mittels Kartenlesegerät bezahlt werden sollten. Nach Angaben der Geschädigten standen die in Rechnung gestellten Summen in keinem angemessenen Verhältnis zum Umfang der erbrachten Leistungen. Zudem ergaben sich im Nachhinein weitere Auffälligkeiten, etwa schwer erreichbare Ansprechpartner oder Zweifel an den angegebenen Firmenanschriften. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

So schützen Sie sich vor unseriösen NotdienstanbieternGerade in Notsituationen handeln Betroffene häufig unter Zeitdruck. Genau das nutzen unseriöse Anbieter aus. Die Polizei empfiehlt deshalb:

  • Informieren Sie sich möglichst vor der Beauftragung über das Unternehmen und lesen Sie Bewertungen kritisch.

  • Achten Sie auf ein vollständiges Impressum mit nachvollziehbarer Firmenanschrift und Festnetznummer.

  • Vereinbaren Sie möglichst vor Arbeitsbeginn einen verbindlichen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen.

  • Lassen Sie sich die einzelnen Leistungen und Kosten verständlich erläutern.

  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine sofortige oder vollständige Zahlung bereits vor Beginn der Arbeiten verlangt wird.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und unterschreiben oder bezahlen Sie nichts, wenn Ihnen Forderungen unangemessen hoch erscheinen.

  • Holen Sie im Zweifel eine zweite Meinung oder ein weiteres Angebot ein.

  • Bewahren Sie Rechnungen, Zahlungsbelege und vorhandene Kommunikationsdaten auf.

Wenn Sie betroffen sind

Wer den Verdacht hat, Opfer eines unseriösen Notdienstes geworden zu sein, sollte den Vorfall möglichst zeitnah bei der Polizei anzeigen. Sichern Sie vorhandene Unterlagen wie Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails, Fotos oder Chatverläufe und wenden Sie sich gegebenenfalls auch an Ihre Bank, wenn die Zahlung per Karte erfolgt ist.Die Polizei weist darauf hin, dass ein hoher Preis allein nicht automatisch eine Straftat darstellt. Ob der Straftatbestand des Wuchers oder andere Delikte erfüllt sind, ist stets anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen. Umso wichtiger ist es, verdächtige Sachverhalte frühzeitig zur Anzeige zu bringen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Borken vom 05.08.2026 gegen 13:44 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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