Polizei-News Leipzig, 16.07.2026: Warnung vor Betrugsmaschen!
Laut des Polizeipräsidiums Leipzig hat sich ein Vergehen ereignet. Aktuelle Fälle von Donnerstag, dem 16.07.2026 im Überblick.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Verantwortlich: Therese Leverenz
Derzeit treten in der Polizeidirektion Leipzig zwei Betrugsphänomene gehäuft auf, die einerseits insbesondere die gegenwärtige Urlaubsphase betreffen und andererseits Verkäufer über Kleinanzeigenportale.
Die Sommerferien zählen für viele Menschen zur wichtigsten Reisezeit des Jahres. Während einige ihre Urlaubsreise bereits lange im Voraus geplant und gebucht haben, entscheiden sich andere erst kurzfristig für ein Reiseziel. Diese Gelegenheit nutzen jedoch auch Betrüger, um Reisende bei der Onlinebuchung um ihr Geld zu bringen. Um nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden, sollten bei der Buchung im Internet bestimmte Hinweise und Warnzeichen beachtet werden.
Vor wenigen Monaten bestätigte Booking.com, dass Unbefugte Zugriff auf Kundendaten im Zusammenhang mit Hotelbuchungen erlangt hatten. Betroffen waren unter anderem persönliche und buchungsbezogene Informationen wie Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Buchungsnummer, Unterkunft, Reisezeitraum sowie Nachrichten zwischen Gästen und den jeweiligen Unterkünften.
Aktuell erhalten Kunden von Booking.com vermehrt Nachrichten, die den Anschein erwecken, direkt von Booking.com zu stammen. Darin wird eine angebliche Verifizierung der Buchung für Hotels, Flüge, Campingplätze oder ähnliche Reiseleistungen gefordert. In den Nachrichten werden die tatsächlich gebuchte Unterkunft sowie der korrekte Reisezeitraum genannt. Die Angaben entsprechen den vorliegenden Buchungsdaten der Betroffenen und vermitteln dadurch einen glaubwürdigen Eindruck. Darüber hinaus enthalten die Nachrichten einen Link.
Wird der in der Nachricht enthaltene Link geöffnet, werden Nutzer auf eine Webseite weitergeleitet, auf der das gebuchte Objekt mit Bildern und weiteren Buchungsinformationen dargestellt wird. Zusätzlich wird ein Geldbetrag angegeben, der nicht zwingend mit dem tatsächlichen Reisepreis übereinstimmen muss und teilweise auch niedriger ausfällt.
Anschließend sollen Betroffene ihre Zahlungsdaten unter dem Vorwand einer notwendigen Verifizierung eingeben. Tatsächlich werden dadurch jedoch Zahlungen ausgelöst, die nicht mit Booking.com oder der ursprünglichen Buchung in Zusammenhang stehen.
Bei einer genaueren Prüfung der Kontaktdaten der Nachricht wird deutlich, dass als Absender häufig ein beliebiger Personenname oder ein Fantasiename hinterlegt ist, teilweise in Verbindung mit einer ausländischen Rufnummer, beispielsweise aus Indonesien. Zudem enthalten die Kontaktdaten oftmals die Bezeichnung »booking.com«, um den Anschein einer offiziellen Kontaktaufnahme zu erwecken.
Besonders während der laufenden Urlaubssaison ist diese Vorgehensweise perfide: Die Nachricht soll bei den Empfängern den Eindruck erwecken, dass die eigene Buchung gefährdet sein könnte und eine umgehende Verifizierung erforderlich ist, um den geplanten Urlaub antreten zu können.
In der Polizeidirektion Leipzig sind in diesem Zusammenhang nach bisherigen Erkenntnissen im Juni mindestens 12 Sachverhalte mit einem Gesamtschaden von etwa 4.000 EUR bekannt geworden.
Darüber hinaus ist seit einigen Monaten eine Zunahme von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Verkäufen über das Portal (ebay) Kleinanzeigen festzustellen.
Die Betroffenen bieten Waren zum Verkauf an und werden anschließend von vermeintlichen Käufern kontaktiert. Diese täuschen vor, die Zahlung bereits eingeleitet zu haben, geben jedoch an, dass der vorgesehene Zahlungsweg aus bestimmten Gründen nichtfunktioniere. Um die angebliche Zahlung abzuschließen, wird der Verkäufer dazu aufgefordert, einen zugesandten Link – beispielsweise aus einer E-Mail oder einem externen Chatverlauf – aufzurufen und auf der verlinkten Seite seine Zahlungsdaten zu hinterlegen. Tatsächlich führt die Eingabe der Daten jedoch zu unberechtigten Belastungen des hinterlegten Bankkontos oder der Kreditkarte.
In der Polizeidirektion Leipzig wurden nach aktuellem Stand allein im Juni über 70 Fälle mit einem Gesamtschaden von über 64.000 Euro registriert.
Die Polizei rät:
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Leipzig. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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