Polizei-News Rhein-Neckar-Kreis, 03.07.26: Neckargemünd: Anlagebetrüger erbeuten hohen Geldbetrag, Polizei warnt vor Betrug

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Rhein-Neckar-Kreis gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Paul Zinken

Das Fachdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ermittelt derzeit in einem Fall von Anlagebetrug, bei dem ein 82-Jähriger durch die Betrugsmasche einen hohen Vermögenschaden erlitt.

Das Fachdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg verzeichnet seit geraumer Zeit ein auffallend hohes Fallaufkommen von Anlagebetrug.

In einem aktuellen Fall folgte ein 82-jähriger Mann einem Link für Kryptoinvestitionen auf einer Internetplattform. Hier wurde der Mann aufgefordert, seine Kontodaten und persönliche Daten anzugeben sowie eine Überweisung von 250 Euro zu tätigen.Nachdem dieser das Formular ausgefüllt und das Geld überwiesen hatte, wurde er durch eine unbekannte weibliche Person telefonisch kontaktiert.

Im weiteren Gespräch brachte die unbekannte Frau den 82-Jährigen dazu, eine Software auf seinem Computer zu installieren. Dadurch verschaffte sich die Täterschaft vollständigen Zugriff auf den Computer des Mannes und buchte einenmittleren fünfstelliger Betrag vom Konto des Mannes ab.Zudem versprach die unbekannte Frau dem Mann, dass sich sein investierter Betrag verdoppeln werde. Als der Mann den Betrug erkannte, erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Achtung:

Dreiste Betrüger nutzen das Interesse der Bevölkerung zur Geldanlage, um mit unlauteren Versprechen an das Vermögen der potenziellen Anleger zu gelangen. Dabei erfolgt eine erste Kontaktaufnahme oft unaufgefordert per Telefon, Social-Media-Portale, Online-Dating Plattformen oder nachdem das spätere Opfer im Internet auf die Reklame vermeintlich interessanter Anlagemöglichkeiten aufmerksam wurde. Versprochen werden Anlageformen mit traumhaft unrealistisch hohen Renditemöglichkeiten. Tatsache ist: Die Gelder werden nicht angelegt, sondern wandern direkt in die Taschen der Betrüger.

Betrügerische Angriffe können erfolgen, wenn:

  • Sie über Instagram, WhatsApp, Telegramm oder sonstige Messengerdienste kontaktiert werden.

  • Ihnen Anlagetipps in privaten Nachrichten gegeben werden.

  • Sie aufgefordert werden, Ausweisdokumente zu teilen.

  • Sie dazu aufgefordert werden, hohe Summen auf in- oder ausländische Konten sowie auf Plattformen für Kryptowährungen zu überweisen.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch bei Versprechen auf hohe Renditen mit wenig Risiko.

  • Informieren Sie sich genau über die Trading-Plattform, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um das Angebot in Ruhe zu prüfen und zu bewerten.

  • Geben Sie keine vertraulichen Daten, wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder Depot, preis. Übermitteln Sie keine Kopie Ihrer Ausweisdokumente oder Zahlungskarten.

  • Erlauben Sie keiner fremden Person einen Remote-Zugang zu Ihrem Rechner oder Smartphone.

  • Nutzen Sie den Service der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg oder einer unabhängigen Finanzberatung und lassen Sie Angebote prüfen.

  • Wenden Sie sich im Betrugsfall an die Polizei und erstatten Sie Strafanzeige.

Wie sie sich vor dieser und anderen Betrugsmaschen schützen können, erfahren sie auch hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mannheim vom 03.07.2026 gegen 15:20 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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