Polizei-News Kierspe, 18.06.26: Schnell Geld verloren statt verdient
Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Kierspe. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Eine Kiersperin ist auf ein verlockendes Job-Angebot auf Facebook hereingefallen. Statt schnell und leicht viel Geld zu verdienen, hat sie binnen zwei Tagen viel Geld verloren.
Am vergangenen Montag war sie in dem sozialen Netzwerk auf eine Werbeanzeige aufmerksam geworden, in der es ums "Geldverdienen im Internet" ging. Über einen Link kam es zu einem Kontakt per WhatsApp mit einer Unbekannten. Die schilderte die mögliche Tätigkeit: Die Kiersperin sollte Produkte "liken", beispielsweise ein Hotel im Reiseportal bewerten - natürlich, ohne es je persönlich gesehen zu haben. Der Lohn schien äußerst lukrativ. Die Kiersperin willigte ein, begann ihre Tätigkeit und bekam sogar sehr schnell per PayPal kleinere Provisionen. Die nächste größere Aufgabe lautete, Konten bei Finanzdienstleistern und Kryto-Händlern zu eröffnen. Im Internet lässt sich soetwas binnen weniger Minuten und ohne große Überlegungen erledigen.
Wie gefordert, überwies sie von ihrem privaten Girokonto Geld. Weil mehr gefordert wurde, lieh sie sich noch mehr Geld und zahlte alles ein. Ihre vermeintlichen Auftraggeber übten massiven Druck aus, drohten mit einer Millionen-Klage, falls sie ihren Job nicht erledigen würde. Erst nach einer ganzen Reihe von Transaktionen zog sie die Reißleine, offenbarte sich Verwandten, ging zu ihrer Bank in der Hoffnung, Überweisungen rückgängig machen zu können, und erstattete am Mittwoch Anzeige bei der Polizei.
Die warnt immer wieder vor solchen angeblich lukrativen Job-Angeboten: Ohne den Auftraggeber jemals persönlich getroffen zu haben und ohne irgendeine Information zur Seriosität dieser Firmen liefern arglose Opfern Betrüger eine Menge sensible Daten. Mit denen können Betrüger noch Jahre später großen Schaden anrichten. Immer wieder geraten arglose Jobsuchende so in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden, weil mit ihrem guten Namen beispielsweise Geld gewaschen wurde. Die angebliche Konto-Eröffnung zu Testzwecken ist ein typisches Beispiel. Die Polizei mahnt: Im Internet oder auch am Telefon kann sich jeder für alles ausgeben. Die Täter agieren oft vom außereuropäischen Ausland aus und leiten ihre Beute über diverse Konten und Finanzdienste. Wenn sie einmal ein Opfer gefunden haben, üben sie hohen Druck aus, um auch den letzten Cent abzukassieren. Im Verdachtsfall sollten Opfer schnellstmöglich Anzeige erstatten und alle betroffenen Stellen, wie zum Beispiel Banken, informieren.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Märkischer vom 18.06.2026 gegen 10:40 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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