Polizei-News Neuenrade, 22.05.26: Nach Stromausfall viel Geld gezahlt

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Neuenrade. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Nach einem Stromausfall hat eine Neuenraderin am Donnerstag eine hohe Summe an einen Handwerker-Dienst gezahlt, obwohl der Fehler nicht behoben wurde. Das hat später ein Neuenrader Handwerker erledigt.Am Donnerstag um 1.15 Uhr bemerkte eine Neuenraderin, dass ihr Strom ausgefallen war. Sie wandte sich online an eine Neuenrader Firma. Kurz vor 3 Uhr bekam sie aber auf ihrem Handy einen Anruf von einer anderen Firma, die Hilfe anbot. Gegen 6 Uhr erschienen zwei Techniker. Sie ließen sich das Haus, jede Steckdose und den Sicherungskasten zeigen. Um 7.30 Uhr kam der Elektriker der Neuenrader Firma. In der Annahme, dass bereits ein anderer Servicedienst vor Ort sei, fuhr er wieder weg. Die anderen Techniker konnten oder wollten den Fehler nicht beheben, verwiesen an die Stadt und forderten eine vierstellige Summe. Die Frau bezahlte. Mitarbeiter der Stadt konnten am Morgen keinen Fehler auf städtischer Seite feststellen, weshalb der Neuenrader Elektriker erneut ausrückte. Er fand die Ursache an einem Mähroboter. Die Frau erstattete Anzeige. Nun ermittelt die Polizei wegen Betrugsverdachts.

Die Polizei warnt immer wieder vor betrügerischen Handwerkern. Beliebte Betätigungsfelder sind Schlüsseldienste, Schädlingsbekämpfer, Heizungs- oder Installations-Notdienste, Rohr oder Fassadenreiniger. In der Regel stoßen Hilfesuchende im Internet auf die Angebote dubioser Dienste. Sie vermitteln den Eindruck, aus der Umgebung des Hilfesuchenden zu kommen, reisen jedoch in Wirklichkeit aus weiterer Entfernung an. Immer wieder klagen Kunden über mangelhafte oder sogar wertlose Arbeit.

Wer sich vor überörtlich agierenden "schwarzen Schafen" schützen will, der sollte örtlich ansässige und bekannte Unternehmen vorziehen gegenüber Online-Anbietern ohne Adresse in der Umgebung. Am Telefon sollten Kunden genaue Absprachen treffen und sich nach den Kosten erkundigen, also nach Anfahrts-Pauschalen, Stundenlohn und möglichen Nacht- oder Wochenend-Zuschlägen fragen. Nicht nur für Arbeiten an Elektroleitungen, sondern auch beispielsweise beim Beseitigen von Wespennestern gelten gesetzliche Bestimmungen zur Qualifikation. Kunden sollten auf eine ordnungsgemäße Rechnung bestehen, der Leistung (Art und Dauer), Betrag und der Name des Unternehmens samt Anschrift zu entnehmen sind. Das ist auch wichtig für Garantie- oder Regressansprüche. Besonders typisch: Die Dienste nutzen Notlagen und Unkenntnis aus und konfrontieren ihre Kunden mit unverhältnismäßig hohen Forderungen, die sofort beglichen werden sollen. Während sich Abbuchungen zurückholen lassen, ist das bei Sofortüberweisungen nicht möglich. Das Geld liegt praktisch in Sekundenbruchteilen auf dem Konto des Handwerkers. Auf horrende Forderungen sollten sich Kunden erst gar nicht einlassen und dem Druck nicht nachgeben, sondern im Zweifel die Polizei hinzurufen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Märkischer vom 22.05.2026 gegen 13:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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