Polizei-News Giessen, 20.05.26: KREIS GIESSEN - Anlagenbetrug - Polizei gibt Präventions- und Verhaltenstipps.
Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Giessen gemeldet. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Reiskirchen: Betrüger erbeuten mit falschen Versprechungen 70.000 Euro
Ein 73-Jähriger aus dem Gießener Raum wurde bereits vor mehreren Monaten im Internet auf eine vermeintlich lukrative Kapitalanlage aufmerksam. Hinter der professionell wirkenden Werbeanzeige verbargen sich jedoch Betrüger.
Durch hohe Gewinnversprechen und angeblich sichere Kapitalerträge brachten die Täter den Mann dazu, mehrfach Geld auf verschiedene Bankkonten, unter anderem im Ausland, zu überweisen. Um Vertrauen aufzubauen und die Seriosität der angeblichen Geldanlage vorzutäuschen, erhielt der Geschädigte zwischenzeitlich kleinere Beträge im niedrigen dreistelligen Bereich als vermeintliche Gewinnauszahlungen zurück.
Das perfide Vorgehen der Täter zielt darauf ab, über einen längeren Zeitraum eine vertrauensvolle Beziehung zu den Opfern aufzubauen, um möglichst hohe Geldsummen zu erlangen. Insgesamt überwies der 73-Jährige so rund 70.000 Euro an die Betrüger.
Die Polizei warnt eindringlich vor vergleichbaren Betrugsmaschen und bittet um Mithilfe, weitere Fälle zu verhindern:
- Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden und Bekannten über die vielfältigen Betrugsmaschen.
- Bieten Sie Unterstützung an und vermitteln Sie Betroffene im Zweifel an die Polizei. Unter der Rufnummer 110 steht die Polizei jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.
Verhaltenstipps: Betrüger manipulieren ihre Opfer oftmals geschickt - bleiben Sie bei angeblich risikofreien und besonders lukrativen Geldanlagen stets misstrauisch.
- Anbieter prüfen: Lassen Sie sich Referenzen zeigen, prüfen Sie das Impressum und gleichen Sie die Daten des Anbieters mit Warnlisten der Verbraucherzentrale oder der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ab.
- Kein Zeitdruck: Lassen Sie sich niemals zu schnellen Investitionen oder Überweisungen drängen.
- Daten schützen: Geben Sie niemals Zugangsdaten zum Online-Banking oder Kopien Ihres Personalausweises an unbekannte Dritte weiter.
- Keine weiteren Zahlungen: Überweisen Sie kein weiteres Geld - auch nicht für angebliche "Rettungsversuche" oder Rückholaktionen.
- Bank kontaktieren: Informieren Sie umgehend Ihr kontoführendes Kreditinstitut, um Überweisungen möglicherweise noch zu stoppen oder Karten sperren zu lassen.
- Anzeige erstatten: Sichern Sie vorhandene Beweise wie Chatverläufe, Screenshots oder Überweisungsbelege und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
- Vorsicht vor Trittbrettfahrern: Seien Sie besonders skeptisch, wenn sich angebliche Anwälte oder Detektive melden, die gegen Vorkasse eine Rückholung verlorener Gelder versprechen.
Weitere Informationen zu Kredit- und Anlagebetrug sowie weiteren Betrugsmaschen finden Sie hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mittelhessen vom 20.05.2026 gegen 14:45 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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