Polizei-News Bremerhaven, 18.05.26: Anlagebetrüger und gefälschte Investment-Plattformen - Polizei warnt und gibt Tipps

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Bremerhaven gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

Geschichten über leicht verdientes Geld durch Wertpapiere und Kryptowährungen wie Bitcoins locken immer wieder Menschen auf unseriöse Plattformen im Internet. Im Glauben, gut beraten worden zu sein, investieren sie ihr Erspartes, das sie in vielen Fällen nie wieder sehen werden.

Seit geraumer Zeit kommt es auch in Bremerhaven vermehrt zu Betrugsfällen in Verbindung mit Investitionen auf gefälschten Online-Plattformen. Viele Betroffene sind unerfahren im sogenannten Cybertrading. Das nutzen Kriminelle für ihre Machenschaften aus und transferieren das Geld ihrer Opfer auf eigene Konten im Ausland.Die gefälschten Plattformen sind zumeist von Laien nicht von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Viele sind professionell aufgemacht oder direkte Kopien der echten Seiten von seriösen Anbietern.

Auf den gefälschten Internetplattformen muss zunächst ein Online-Konto mit persönlichen Daten zur Freischaltung des Accounts angelegt werden. Kurze Zeit später meldet sich ein vermeintlich professioneller Berater telefonisch und bringt die Opfer dazu, Geld für den Kauf von Wertpapieren auf ein fremdes Konto zu überweisen. In den meisten Fällen erhalten die Bürger einen Zugang zu einer App, die einen immer weiter ansteigenden Kontostand suggeriert. Gemeinsam mit weiteren Anrufen des Callcenters motiviert dies einige Bürger, weiter zu investieren.

Wenn es so weit ist und das scheinbar gut investierte Geld mitsamt dem Gewinn ausgezahlt werden soll, kann niemand mehr erreicht werden. Falls doch, ist angeblich erst eine weitere Investition fällig.Bei den beschriebenen Betrugshandlungen besteht ein hohes Risiko des Totalverlusts der Investitionen!

Die Polizei Bremerhaven warnt vor Online-Betrügern und gibt Tipps, woran seriöse Anlagen- und Kryptowährungs-Anbieter zu erkennen sind.

Impressum prüfen:

Fehlt ein Impressum auf den Internetseiten, sollte auf jeden Fall Abstand genommen werden. Ist der Sitz des Anbieters laut Impressum im Ausland, kann es schwierig werden, die eigenen Rechte durchzusetzen.

Geschäftsmodell überprüfen:

Vor einer etwaigen Registrierung / Investition sollte eine eingehende Internet-Recherche zur Plattform betrieben werden. Unter anderem bieten die Verbraucherzentralen hier Orientierung.

Auf Lizenz achten:

Es gilt zu überprüfen, ob es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen handelt.Dies kann über die Unternehmensdatenbank der BaFin unter https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/start.do abgefragt werden.

Wir empfehlen:

  • Geben Sie keine vertraulichen Bankdaten samt Zugang heraus.

  • Installieren Sie keine Fernwartungssoftware auf Ihren Endgeräten.

  • Seien Sie misstrauisch und kontaktieren Sie bei Verdacht die Polizei!

Weitere Informationen erhalten Sie unter

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Bremerhaven vom 18.05.2026 gegen 14:25 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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