Polizei-News Hannover, 17.05.26: Hannover: Polizei dokumentiert jährlich Dutzende Hasskriminalitätsfälle wegen Geschlecht und sexueller Orientierung
Die Polizei informiert über ein aktuelles Vergehen in Hannover. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Ansprechpersonen für LSBTIQ-Themen ermutigen Betroffene, Taten anzuzeigen -
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai bekräftigt die Polizeidirektion (PD) Hannover ihr Engagement für den Schutz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Die Polizei versteht sich als Garantin der Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger - unabhängig von ihrer Identität oder Orientierung.
Queerfeindliche Delikte gehören leider weiterhin zum polizeilichen Alltag und werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) unter den Kategorien "Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung" sowie "Hasskriminalität aufgrund geschlechtsbezogener Diversität" explizit erfasst. Die Fallzahlen in diesen Bereichen bewegen sich in der PD Hannover über die vergangenen Jahre hinweg auf einem konstanten Niveau im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich.
Sorge bereitet den Ermittlerinnen und Ermittlern jedoch die Verlagerung der Kriminalität in den digitalen Raum: Die Fallzahlen der Hasskriminalität, die sich im Internet ereignet hat, haben sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Betrachtet man die bloßen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik, so machen queerfeindliche Delikte quantitativ nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtkriminalität aus. Doch hinter jeder einzelnen Zahl verbirgt sich ein menschliches Schicksal und jede solche Tat stellt einen Angriff auf die Grundrechte eines jeden Menschen und die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar.
Zur Bedeutung des Aktionstages und der polizeilichen Strategie erklärt Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten: "Wir tolerieren keinen Hass. Jede Tat gegen die LSBTIQ-Community ist eine Tat gegen die Werte unserer Gesellschaft. Deshalb setzen wir auf eine konsequente Strafverfolgung. Gleichzeitig ist es uns ein Herzensanliegen, Barrieren abzubauen. Mit unseren spezialisierten Ansprechpersonen für LSBTIQ-Themen bieten wir Betroffenen einen geschützten Raum und kompetente Unterstützung."
Ein zentraler Baustein der polizeilichen Arbeit ist die Vertrauensarbeit. Die spezialisierten Ansprechpersonen der PD Hannover fungieren hierbei als Bindeglied zwischen der Community und der Behörde.
Polizeikommissarin Zoé Vaßmer ist eine dieser Personen und erklärt: "Unsere wichtigste Aufgabe ist die Ansprechbarkeit. Denn viele Betroffene zögern nach wie vor, Übergriffe oder Beleidigungen zur Anzeige zu bringen - oft aus Scham oder der Sorge, nicht ernst genommen zu werden. Wir sind als Vertrauenspersonen da, um zuzuhören, zu beraten und diesen Weg gemeinsam zu gehen. Wir wollen, dass die Polizei Hannover als verlässliche Partnerin wahrgenommen wird, bei der sich jede und jeder sicher fühlen kann."
Die Polizeidirektion Hannover wird auch am diesjährigen IDAHOBIT, der unter dem Motto "At the heart of democracy (Im Herzen der Demokratie)" steht, deutlich machen: Hannover ist bunt, und die Polizei schützt diese Vielfalt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Hannover vom 17.05.2026 gegen 11:30 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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