Polizei-News Kreis Kleve/Emmerich, 07.05.26: Kreis Kleve - Polizei warnt vor Betrug durch Phantomfrachtführer und Ladungsdiebstahl

Ein Diebstahl wurde aktuell von der Polizei in Kreis Kleve/Emmerich gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marcus Brandt

Aktuell ist ein Betrugsphänomen auf dem Vormarsch, das vor allem Unternehmen betrifft. Sogenannte "Phantomfrachtführer" (oder auch engl. Fake Carrier) geben sich mit falschen Firmendaten und gefälschten Dokumenten als seriöse Transportunternehmen aus. Oftmals werden E-Mail-Domains genutzt, die denen "echter" Speditionsunternehmen ähneln. Über Frachtenbörsen suchen die Betrüger nach lukrativen Aufträgen, oftmals locken sie mit den günstigsten Transport- und Speditionskosten und gewinnen so Kunden. Nach Auftragserteilung laden die Fahrzeuge der Phantomfrachtführer die Ware bei den Kunden auf - liefern diese allerdings nie beim Bestimmungsort ab, sondern tauchen mit der so erbeuteten Ware unter. Der Schaden liegt - je nach Ware - schnell im sechsstelligen Bereich.

In der vergangenen Woche etwa wurde beinahe ein Unternehmen in Emmerich Opfer der Masche. Das Unternehmen hatte eine Speditionsfirma für einen Transport beauftragt, welche aufgrund mangelnder Kapazitäten den Auftrag wiederum als Subauftrag über eine Frachtenbörse an eine andere Firma weitergegeben hatte. Bei diesem Auftragnehmer handelte es sich aber um Betrüger, die sich als eine bekannte Transportfirma ausgaben. Die Korrespondenz per Mail mit dem vermeintlichen Transportunternehmen war es, was die Auftragsverantwortlichen skeptisch werden ließ. Eine simple Rückversicherung über die im Internet veröffentlichten Kontaktdaten des Unternehmens, dessen Namen die Betrüger nutzten, brachte die Bestätigung: Dort wusste man nichts von dem Auftrag. Am Ende fuhr ein LKW in Emmerich vor, um dort Ware abzuholen, sofort wurde die Polizei hinzugerufen. Die Beamten nahmen den Sachverhalt auf, die Kripo Kalkar ermittelt. Zu einem Schaden kam es hier glücklicherweise nicht.

Die Polizei rät den Unternehmen bei der Auftragsvergabe:

  • Der Fall in Emmerich zeigt, wie eine einfache Rückversicherung vor einem Betrug schützen kann. Sollten Sie beabsichtigen, Aufträge an einen neuen Geschäftspartner zu vergeben, dann prüfen Sie diesen gründlich: Checken Sie Handelsregisterauszüge, Adressdaten und Identitätsnachweise. Registern zum Gegencheck.
  • Fordern Sie vor der Abholung der Waren das Kennzeichen des entsandten Fahrzeugs, den Namen des Fahrers und Ausweiskopien an. Nehmen Sie einen Abgleich der Daten vor, wenn der LKW an der Ladestelle erscheint.
  • Das Angebot ist zu günstig um wahr zu sein? Dann ist es das wahrscheinlich auch nicht.
  • Ihnen kommen Zweifel? Verladen Sie die Waren nicht, sondern informieren Sie die Polizei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Kleve vom 07.05.2026 gegen 11:02 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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