Polizei-News Giessen, 06.05.26: LAHN-DILL-KREIS - Falscher Polizeibeamter macht Beute - Zeugen gesucht

Die Polizei sucht Zeugen für einen aktuellen Fall von Betrug in Giessen. Haben Sie etwas gesehen?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

Ein unbekannter Betrüger hat gestern in Wetzlar Bargeld erbeutet. Über Stunden übte er telefonisch Druck auf sein Opfer aus. Als angeblicher Polizeibeamter warnte er vor einer unmittelbaren Gefahr für die Sicherheit des Seniors. Dringend müsse man Wertgegenstände sichern. Nach stundenlangem Druck, Manipulation und wiederholten Anrufen, an denen auch ein angeblicher Staatsanwalt beteiligt war, händigte das Opfer schließlich einen höheren Bargeldbetrag an einen Abholer aus.

Das Geld nahm dieser in einer auffälligen, größeren roten Damenhandtasche entgegen. Der Abholer entfernte sich über die Straße Im Kleinfeld, wo sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Menschen aufgehalten haben sollen. Diese kommen für die Ermittler als wichtige Zeugen in Betracht. Der Zeitraum, indem sich der Abholer in dem Bereich bewegte, konnte auf 14 Uhr bis 16 Uhr eingegrenzt werden. Der Gesuchte war etwa 190 cm groß und hatte schwarze, etwa 5 cm lange Haare. Er hatte einen kurzen Vollbart mit etwas mehr Haar im Kinnbereich. Der Kriminelle war dunkel gekleidet und trug die auffällige rote Damenhandtasche bei sich. Möglicherweise stieg er in ein Fahrzeug in der Nähe.

Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise: Wer hat den Mann in der Straße Im Kleinfeld, oder der Umgebung, bemerkt? Wer kann Angaben zu seiner Identität machen? Sind weitere Personen oder Fahrzeuge in dem beschriebenen Bereich aufgefallen?

Zeugenhinweise nimmt die Polizei in Wetzlar unter der Telefonnummer 06441/9180 entgegen.

Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können.

Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig.

Die Ermittler raten: Echte Polizisten, Staatsanwälte oder Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank oder bei der echten Polizei. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z. B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z. B. PayPal), heraus. Echte Polizeibeamte werden Sie zudem niemals auffordern, Ihre Wertgegenstände herauszugeben, um diese zu verwahren.

Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!

Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mittelhessen vom 06.05.2026 gegen 15:18 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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