Polizei-News Rottweil, 24.04.26: 72-Jähriger übergibt Wertgegenstände an einen "falschen Polizeibeamten" - Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Rottweil. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Andreas Arnold

Ein sogenannter "falscher Polizeibeamter" hat am Donnerstag einen Senior im Ortsteil Neufra zur Übergabe von Wertgegenständen bewegt.

Der 72-Jährige erhielt am Nachmittag den Anruf eines angeblichen Polizisten, der sich als Herr Stein ausgab. Der Anrufer berichtete von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft und erkundigte sich nach den Vermögensverhältnissen des Seniors. Letztlich brachte der "falsche Polizeibeamte" den Senior dazu, Wertgegenstände auszuhändigen.

Gegen Mitternacht erschien ein angeblicher Zivilpolizist an der Wohnanschrift des 72-Jährigen. Der Mann hielt sich bis etwa 00:30 Uhr vor Ort auf, nahm schließlich die Wertgegenstände an sich und verließ im Anschluss das Wohnhaus zu Fuß. Der Täter wird als etwa 175 cm groß, schmächtig und 30 bis 40 Jahre alt beschrieben und trug eine Mütze.

Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen zur Tat aufgenommen. Anwohner in Neufra werden gebeten, eventuelle Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras zu sichten und verdächtige Personen und Fahrzeuge im Zeitraum von 23:00 Uhr bis 01:00 Uhr zu melden. Zeugenhinweise werden unter Tel. 0741 4770 entgegengenommen.


Warnhinweis der Polizei:

Bei Anrufen von sogenannten "falschen Polizeibeamten" rät die Polizei dringend, sofort aufzulegen. Die Polizei und andere Amtsträger fragen nicht nach Wertsachen und fordern auch kein Geld!

Sollten Sie einen Anruf eines solchen angeblichen Polizisten oder Amtsträgers erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie den Polizeinotruf 110.

Haben die Betrüger Sie dazu gebracht, Bargeld und Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, nehmen Sie die Hinweise der Bankmitarbeiter, dass es sich um einen Betrug handeln könnte, ernst und hinterfragen Sie die Situation - auch wenn Sie in Sorge um Ihre Angehörigen sind.

Am ehesten lässt sich der Anruf eines Telefonbetrügers durch das Löschen des Telefonbucheintrags vermeiden, da die Täter dort in der Regel nach Vornamen suchen, die vermeintlich älteren Menschen zugeordnet werden.

Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema "Betrug durch falsche Polizisten" unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Sollten Sie selbst nicht die Möglichkeit haben, die Informationen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn um Hilfe oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier.

Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugsmasche.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Konstanz vom 24.04.2026 gegen 11:41 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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