Polizeimeldung Garmisch-Partenkirchen, 13.04.2026: Vollendete Taten und Festnahmen im Phänomenbereich Callcenterbetrug - Polizei warnt weiterhin vor dieser skrupellosen Betrugsmasche
In Oberbayern Süd hat sich laut aktuellen Informationen der Polizei Süd ein Fall ereignet. Was ist heute am Montag, dem 13.04.2026 passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Für Oberbayern Süd hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:
Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam es im ersten Quartal des Jahres 2026 wiederholt zu einer Vielzahl von betrügerischen Anrufen. Auch wenn die Polizei seit Jahren gebetsmühlenartig davor warnt, hatten die Täter in einigen Fällen Erfolg und erbeuteten hohe Summen Bargeld bzw. Wertgegenstände. Erfreulicherweise gelang es allerdings auch, die Vollendung von Betrugstaten zu verhindern sowie Abholer festzunehmen.
Von Januar bis März dieses Jahres wurden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im südlichen Oberbayern von betrügerischen Anrufern kontaktiert. Bei dem sogenannten „Schockanruf“ wird den potentiellen Opfern am Telefon von unbekannten Betrügern der Eindruck vermittelt, dass es sich bei den Anrufern um einen Rechtsanwalt, einen Polizeibeamten oder einen Staatsanwalt handeln würde. Dabei geben die Unbekannten sehr nachdrücklich an, dass ein naher Angehöriger des Angerufenen auf Grund eines verschuldeten schweren Verkehrsunfalls festgenommen wurde und die Bezahlung einer Kaution für dessen Freilassung nötig sei. Hierbei handelt es sich um dramatische Schilderungen, welche die vermeintlichen Opfer maximal unter Druck setzen sollen.
In einer anderen Masche spiegelt ein „falscher Polizeibeamter“ dem Angerufenen vor, dass in dessen Nachbarschaft eingebrochen wurde. Der „falsche Polizeibeamte“ überzeugt seine Opfer im weiteren Verlauf, an deren Wohnadresse aufbewahrtes Bargeld sowie Wertgegenstände zur Sicherung an einen Abholer zu übergeben. Der spätere Abholer wird als Polizeibeamter, Staatsanwalt, Gerichtsvollzieher oder ähnliche Amtsperson angekündigt.
Schließfach und stellte dieses mit weiteren Schmuckstücken, insgesamt in Höhe eines sechsstelligen Betrags, am Parkplatz eines Supermarktes ab. Als das Ehepaar, wie zuvor mit den Betrügern am Telefon vereinbart, die hinterlegten Wertsachen bei der „echten“ Polizei abholen wollte, flog der Betrug auf. Eine weitere Dame im Seniorenalter erhielt am Tag darauf (24. Februar 2026) einen betrügerischen Anruf, dass ihre Freundin angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Die Angerufene willigte ein, ihre Rücklagen, wie von den Betrügern gefordert, für die Gerichtskasse Schongau zu hinterlegen. Hierzu ist die Geschädigte anschließend mit dem Taxi von Murnau nach Schongau gefahren, um vor einer Kirche einem Abholer Bargeld und Goldmünzen im Wert von über 100.000 Euro zu übergeben. Die Betrüger hielten die Geschädigte nach der Übergabe noch ca. eine Stunde in der Telefonleitung und schickten ihr ein Taxi, um wieder nach Hause fahren zu können. In einem Fall im Januar 2026 in Holzkirchen gab sich ein Betrüger am Telefon als falscher Krankenhausarzt aus. Dieser würde dringend einen hohen Geldbetrag für die Behandlungskosten der Tochter des Angerufenen benötigen. Es wurde dem Geschädigten vorgespiegelt, dass seine Tochter sich im Krankenhaus mit einer bösartigen Tumorerkrankung befinde. Der ältere Mann sammelte schließlich Goldmünzen und Schmuck im Gesamtwert eines mittleren fünfstelligen Eurobetrags zusammen und übergab es kurz darauf vor einer Apotheke an einen unbekannten Abholer. Der Geschädigte, wurde von den Betrügern anschließend aufgefordert in das Krankenhaus zu seiner Tochter zu fahren, bevor der Betrug bekannt wurde.
Partenkirchen festgenommen werden.
Auch im März bemerkte eine Dame aus Rosenheim , dass Betrüger ihr eine unwahre Geschichte bzgl. eines tödlichen Verkehrsunfalls am Telefon schilderten. Sie kontaktierte gleichzeitig die Polizei und ein Tatverdächtiger konnte kurz vor der vermeintlichen Geldübergabe festgenommen werden.
Schongau), dass ihr älterer Nachbar gerade im Begriff war, nach einem Schockanruf eine größere Summe Bargeld an seiner Haustür an einen Unbekannten zu übergeben. Die Dame leuchtete dem Abholer an der Haustüre mit der Taschenlampe ins Gesicht und verschloss die Türe. Der Tatverdächtige ergriff noch vor der Übergabe des Geldes die Flucht. Da die Dame unverzüglich die Polizei informierte, konnte der vermeintliche Abholer jedoch in unmittelbarer Umgebung des Tatortes angetroffen und festgenommen werden. Weitere polizeiliche Ermittlungen führten zudem zu einem Hintermann , der einer Geldabholung (über 35.000 Euro) nach betrügerischen Anrufen im Bereich Landshut im Jahr 2025 verdächtig ist. Auch dieser Tatverdächtige wurde festgenommen. Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums übernahm die Ermittlungen in allen Fällen. Weil damit zu rechnen ist, dass Betrüger auch weiterhin versuchen werden, auch im südlichen Oberbayern Beute zu machen, warnt die Kriminalpolizei und gibt Verhaltenstipps:
Übergeben Sie NIEMALS Bargeld oder Wertgegenstände an Ihrer Wohnadresse oder im öffentlichen Bereich an Ihnen unbekannte Personen!
Die Polizei sowie andere Ermittlungsbehörden würden Sie NIEMALS am Telefon zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenstände auffordern! Legen Sie sofort auf und kontaktieren Sie den Polizeinotruf „110“!
Sprechen Sie die Thematik Enkeltrick und Schockanrufe in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis an und sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen zur Vorsicht in höchstem Maße!
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Süd. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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