Polizei-News Essen, 07.04.26: Falsche Polizeibeamte erbeuten sechsstelligen Betrag - Präventionshinweise

Eine Festnahme wurde aktuell von der Polizei in Essen gemeldet. Was ist bisher bekannt?

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Verkehrskontrolle für das Presseportal Bild: Adobe Stock / benjaminnolte

E.-Stadtwald: Am Sonntagabend (06. April) ereignete sich in einem Wohngebiet im Essener Süden ein Betrugsdelikt zum Nachteil einer 86-jährigen Essenerin. Unbekannte gaben sich als Polizeibeamte aus und erbeuteten Bargeld in Höhe eines sechsstelligen Betrages, sowie Schmuck und Goldmünzen im Wert von mehreren tausend Euro.

Am Sonntagnachmittag erhielt die 86-Jährige einen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Hauptkommissar ausgab und sich aus Sicherheitsgründen nach den Wertgegenständen der Essenerin erkundigte. Sie wurde von dem Unbekannten an die vermeintliche Staatsanwaltschaft weiter verbunden.

In diesem Telefonat wurde ihr mitgeteilt, dass zuvor in ihrer Umgebung zwei Personen festgenommen worden seien, die in der Vergangenheit ihr Haus ausgekundschaftet hätten. In der Folge erschien ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter "Wachmann" an der Wohnung der 86-Jährigen in der Nähe des Stadtwaldes und betrat die Wohnung der Seniorin.

Die Essenerin öffnete ihren Tresor und übergab dem unbekannten "Wachmann" ihr gesamtes Bargeld, Schmuck und Goldmünzen. Der Mann nahm das Geld und die Wertgegenstände unter dem Vorwand an sich, sie für die Seniorin in Sicherheit bringen zu wollen. Nachdem der Unbekannte die Wohnung wieder verlassen hatte, beobachtete die Frau aus dem Fenster, wie die Person wegrannte. Daraufhin kontaktierte sie die Polizei. Insgesamt entstand der 86-Jährigen ein Schaden im unteren sechsstelligen Bereich.

Hinweis der Polizei: Behörden fordern niemals Bargeld oder Wertsachen an der Haustür und sichten keine Wertgegenstände in Wohnungen. Beenden Sie verdächtige Anrufe, wählen Sie 110 und rufen Sie vermeintliche Behörden selbstständig über die offiziellen Rufnummern zurück.

Zudem raten wir:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte Sie anrufen oder vor Ihrer Haustüre stehen. Geben Sie auf gar keinen Fall Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie NIEMALS Geld, Bankkarten oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei. Erstatten Sie Anzeige!

Trotz häufiger Präventionshinweise und Berichterstattung in den Medien schaffen es skrupellose Trickbetrüger immer wieder, die Gutgläubigkeit und die Hilfsbereitschaft älterer Menschen auszunutzen, um an deren Ersparnisse und Notgroschen zu gelangen. Helfen Sie mit, diesen Betrügern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Klären Sie Verwandte, Bekannte oder andere ältere Menschen, die Ihnen nahestehen, über Kriminalitätsformen auf und geben Ihnen Verhaltenshinweise an die Hand.

Einen Flyer mit den wichtigsten Hinweisen, den Sie ausdrucken und als "Erinnerung" in Telefonnähe aufbewahren können, finden Sie hier:

https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2025-05/flyer-sam-delikte-ld_v2.pdf

Folgende Broschüren fassen alle wichtigen Informationen zusammen:

https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2024-02/broschure-sam-2024.pdf

https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/228-BR-Im-Alter-sicher-leben%20%28003%29.pdf

https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/229-BR-Gut-beraten-im-hohen-Alter%20%28002%29.pdf

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Essen vom 07.04.2026 gegen 12:55 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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