Polizei-News Trier, 25.03.26: Telefonbetrüger mit neuer Masche - Lebenswichtige Behandlung im Krankenhaus
Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Trier gemeldet. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Das Telefon klingelt, ein Arzt ist dran. Er behauptet, er arbeite im örtlichen Krankenhaus und behandele dort auf der Intensivstation gerade Ihr Kind. Es gehe um Leben und Tod. Nur ein bestimmtes, sehr teures Medikament könne das Leben Ihres Kindes retten. Der Haken: Das Medikament, oft eine Spritze, müssen Sie vorab in bar bezahlen, es gehe um mehrere zehntausend Euro. Damit alles schnell geht, könne ein Kurier die Summe gleich bei Ihnen zu Hause abholen. Ohne Geld kein Medikament, ohne Medikament kein Überleben.
Was klingt wie das Skript einer dramatischen Krankenhaus-Serie ist tatsächlich die neuste Masche der Telefonbetrüger. Der Arzt ist ein Betrüger, Ihr Kind liegt nicht auf der Intensivstation, das Medikament gibt es gar nicht und der Kurier steckt mit dem Betrüger-Arzt unter einer Decke.
Dieses Wissen kommt für einen Trierer zu spät. Voller Sorge um seine Enkelin, in der Annahme er könne so ihr Leben retten, übergab er dem angeblichen Mitarbeiter eines Trierer Krankenhauses über 10.000 Euro in bar. Ähnlich erging es einer Frau aus Hermeskeil, die sogar mehrere zehntausend Euro beschaffte, um ihre angeblich in Lebensgefahr schwebende Tochter zu retten. Zum Glück stand kurz vor der geplanten Geldübergabe eben jene Tochter zufällig vor der Haustür und konnte so den Betrug verhindern.
Gut zu wissen: In derart lebensbedrohlichen Situationen rufen niemals Mitarbeitende - und schon gar keine Ärzte - eines Krankenhauses bei Ihnen an und bitten um sofortige Barzahlung.
Legen Sie auf.
Lassen Sie sich beim kleinsten Zweifel den Namen und die Fachabteilung des angeblichen Arztes oder Mitarbeiters nennen. NehmenSie selbst Kontakt mit dem entsprechenden Sekretariat auf. Nutzen Siedazu nicht die Rückruffunktion.
Übergeben Sie niemals nach einem Telefonat Geld an angebliche Krankenhaus-Mitarbeitende - auch nicht für angeblich lebensrettende Notfall-Maßnahmen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Trier vom 25.03.2026 gegen 12:05 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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