Polizeimeldung Bamberg, 12.03.2026: Durchsuchungen bei Heilerziehungspfleger einer Kindertagesstätte

Das Polizeipräsidium Oberfranken meldet am Morgen: Ein Fall hat sich in Bamberg / Bayreuth ereignet. Das ist heute am Donnerstag, dem 12.03.2026 passiert.

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Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Löb

Für Bamberg / Bayreuth hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:

Weil er während seiner Arbeitszeit Bild- und Videoaufnahmen von ihm in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung betreuten Kindern und Jugendlichen gefertigt haben soll, die das Gesäß und die Geschlechtsteile, teilweise unbekleidet, zeigen, ermitteln die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Kriminalpolizeiinspektion Bayreuth gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger.

Nach einem Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornographischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden, ergaben die durchgeführten Ermittlungen einen Anfangsverdacht gegen einen 33-jährigen Heilerziehungspfleger. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung in mehreren Durchsuchungsobjekten in den Landkreisen Kulmbach und Hof u. a. wegen des Besitzes kinderpornographischer Inhalte wurde eine Vielzahl von elektronischen Speichergeräten sichergestellt. Die sofort durchgeführte erste Sichtung der sichergestellten Gegenstände erhärtete die Verdachtsmomente gegen den Heilerziehungspfleger. Zudem ergaben sich Hinweise, dass die Bild- und Videoaufnahmen während seiner Arbeitszeit in der Tagesstätte für Menschen mit Behinderung in den Jahren 2025 und 2026 gefertigt wurden, wobei er die Hilfsbedürftigkeit der von ihm betreuten Personen ausnutzte. Vereinzelt soll er die Betreuten entkleidet und mit seinen Fingern den Intimbereich berührt haben, um diesen filmen bzw. fotografieren zu können.

Basierend auf den neuen Erkenntnissen erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern einen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich seither in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Geschädigten dauern an.

Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern. Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der Landes- und Bundespolizei, des Bundeskriminalamts, des Zollfahndungsdienstes und mit internationalen Partnern, z. B. bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder bei Verfahren aus dem Bereich der organisierten Cyberkriminalität. Auch dann, wenn bei Verfahren der Allgemeinkriminalität ein hoher Ermittlungsaufwand im Bereich der Computer- und Informationstechnik abzuarbeiten ist, werden die Staatsanwälte der Zentralstelle tätig. Die bearbeiteten Fälle sind vielfältig. Sie reichen von Hackerangriffen über Fälle des Vorkasse-Betrugs im Internet, z. B. durch professionelle sog. Fake-Shops, und Fälle von Ransomware bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen und Falschgeld im Darknet. Zudem ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern für herausgehobene Fälle der Wirtschaftscyberkriminalität zuständig. Seit dem 1. Oktober 2020 besteht bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern zudem das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet. Diese Spezialeinheit konzentriert sich insbesondere auf Betreiber und Nutzer von Darknet-Foren, die kinderpornografisches Material herstellen, posten oder damit handeln.

Für Rückfragen steht Ihnen Leitender Oberstaatsanwalt Thomas Goger unter der Telefon-nummer 0951/833-1451 oder über pressestelle@gensta-ba. bayern. de gerne zur Verfügung.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Oberfranken. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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