Polizeieinsatz Aschaffenburg / Bamberg / Schweinfurt / Würzburg, 11.03.26: Zoll-Einsatz auf Baustellen in Franken - Bilanz des Hauptzollamts Schweinfurt

Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in Aschaffenburg / Bamberg / Schweinfurt / Würzburg von heute (Mi), dem 11.03.26. Alle bekannten Details zum Fall.

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Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

Mit einem Aufgebot von 94 Einsatzkräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt am gestrigen Dienstag zahlreiche Baustellen in der Region überprüft. Die Maßnahmen waren Teil einer konzertierten bundesweiten Schwerpunktprüfung des Zolls zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung im Baugewerbe.

Im Fokus der Beamtinnen und Beamten standen zahlreiche Bauvorhaben in ganz Unter- sowie in weiten Teilen Oberfrankens. Insgesamt wurden knapp 230 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Besonderes Augenmerk legten die Ermittler dabei auf die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, die rechtmäßige Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte, den Bezug von Sozialleistungen sowie die ordnungsgemäße Zahlung der geltenden Mindestlöhne.

Die vorläufige Bilanz der Schwerpunktprüfung:

Bereits während der laufenden Maßnahmen vor Ort leiteten die Einsatzkräfte mehr als 30 Ermittlungsverfahren aufgrund von Verstößen gegen ausländerrechtliche Bestimmungen ein. Hierbei handelte es sich in mehreren Fällen insbesondere um den Verdacht des illegalen Aufenthalts sowie der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ohne gültige Arbeitsgenehmigung.In fast 70 weiteren Fällen ergaben sich konkrete Hinweise auf Verstöße, die nun anschließend umfangreiche Ermittlungen nach sich ziehen:

  • Verstöße gegen das Ausländerrecht: Neben den 33 bereits vor Ort eingeleiteten Ermittlungsverfahren ergaben sich in weiteren 24 Fällen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen.

  • Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen: In 14 Fällen besteht der Verdacht, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten gar nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet haben.

  • Mindestlohn-Unterschreitung: Neun Arbeitgeber stehen im Verdacht, ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht die jeweils geltenden Mindestlöhne zu zahlen.

  • Scheinselbstständigkeit: In einem Fall besteht der Verdacht, dass eine als "selbstständig" deklarierte Person tatsächlich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht.

An die Kontrollen vor Ort schließt sich nun die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten an. Die FKS gleicht diese in den kommenden Wochen mit der Lohn- und Finanzbuchhaltung der betroffenen Unternehmen ab. Hierbei steht das Hauptzollamt Schweinfurt im engen Austausch mit Partnerbehörden wie der Deutschen Rentenversicherung und den Ausländerbehörden.

Zusatzinformation:

Die FKS führt regelmäßig bundesweite sowie regionale Schwerpunktprüfungen auf Basis eines risikoorientierten Ansatzes durch. Diese konzertierten Aktionen sind ein wichtiges Instrument, um die Akzeptanz von Schwarzarbeit zu senken und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Die Baubranche ist von volkswirtschaftlicher Bedeutung und zählt zu den Branchen, in denen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung häufiger vorkommen. Deshalb legt der Zoll in diesen Branchen ein besonderes Augenmerk auf Prüfungen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Schweinfurt vom 11.03.2026 gegen 11:56 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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