Polizei-News Kreis Wesel, 23.02.26: Polizei verzeichnet vermehrt Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte, teilweise mit Erfolg

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Kreis Wesel. Was ist heute passiert?

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport (Foto) Suche
Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H

Im Kreisgebiet kam es in den letzten Tag wieder zu einer Häufung von Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte. In den meisten Fällen erkannten die Betroffenen die Masche und beendeten das eingetroffene Gespräch.

Im Falle einer 94- jährigen Frau aus Wesel gelang es den insgesamt drei falschen Polizeibeamten die Wohnung der Frau zu betreten und Bargeld zu entwenden.

In den meisten Fällen nehmen die Täter bewusst zunächst telefonischen Kontakt zu lebensälteren Menschen auf und geben sich als Amtsperson, zum Beispiel als Polizeibeamte, aus.

Die Täter versuchen durch den Aufbau einer emotional bewegenden Geschichte die Angerufene derart unter Druck zu setzen, dass diese bereit sind, ihre Vermögenswerte, wie Bargeld, Schmuck, Münzen usw. an Unbekannte zu übergeben. Die Übergabe findet entweder an der Wohnanschrift der Betroffenen statt oder an einem anderen abgesprochenen Ort.

Die Polizei weist auf dieses immer wiederkehrende Phänomen hin und gibt Tipps für Betroffene und deren Angehörige:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand um Geld, Gold oder Schmuck bittet.
  • Behörden verlangen am Telefon in Deutschland keine Übergabe von hohen Bargeldsummen von Bürgerinnen und Bürgern.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner, oft ein angeblicher Enkel, Verwandter oder eine Amtsperson, Geld von Ihnen fordert! Auch wenn man Ihnen sagt, dass sie nicht auflegen sollen!
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die Verwandten an!
  • Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen.
  • Seien Sie vorsichtig mit der Übermittlung Ihrer persönlichen Daten und teilen Sie am Telefon keine Bankdaten von sich mit!
  • Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110 und, wenn möglich, Verwandte oder andere Personen ihres Vertrauens.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige.

Ein Appell der Polizei richtet sich auch an jüngere Angehörige: Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn über die Maschen der Betrüger auf.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Wesel vom 23.02.2026 gegen 11:12 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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