Polizei-News Landkreis Harburg, 18.02.26: Polizei warnt vor Anlagebetrug und betrügerischen Online-Trading-Plattformen
Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Landkreis Harburg gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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In den vergangenen Monaten verzeichnete die Polizei im Landkreis Harburg einen Anstieg von Fällen des Anlagebetrugs im Zusammenhang mit vermeintlichen Online-Trading-Plattformen. So verlor ein Buchholzer im letzten halben Jahr mehr als 30.000 Euro durch angebliche Investitionen im Online-Handel. Im Raum Tostedt investierte ein Mann kürzlich rund 75.000 Euro und verlor das Geld an Betrüger.
Die Täter versprechen hohe Renditen durch Investitionen in Kryptowährungen, Aktien, Devisen oder Rohstoffe. Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen um professionell organisierte Betrugsstrukturen.
Die Geschädigten werden häufig über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, E-Mail oder Werbeanzeigen im Internet kontaktiert. Teilweise erfolgt auch eine telefonische Kontaktaufnahme durch angebliche Finanzberater. Die Täter geben sich als seriöse Broker oder Mitarbeiter bekannter Handelsplattformen aus.
Nach einer ersten Kontaktaufnahme werden die Betroffenen aufgefordert, sich auf einer vermeintlichen Handelsplattform zu registrieren und eine erste Einzahlung zu tätigen. Die Internetseiten wirken professionell gestaltet und zeigen scheinbar reale Kursentwicklungen sowie hohe Gewinnzuwächse an. Oft werden die Geschädigten zudem aufgefordert, Fernwartungssoftware auf ihrem Computer oder Smartphone zu installieren. Dadurch erhalten die Täter direkten Zugriff auf Endgeräte und können Überweisungen eigenständig ausführen oder sensible Daten ausspähen.
Besonders perfide: In einigen Fällen werden den Opfern gefälschte Dokumente, Kontoauszüge oder sogar angebliche behördliche Schreiben per E-Mail oder Fax übersandt, um Seriosität vorzutäuschen. Auch Auszahlungsanforderungen werden zunächst durch kleine Beträge bedient, um Vertrauen zu schaffen. Sobald jedoch höhere Summen investiert wurden, bricht der Kontakt ab oder es werden angebliche "Steuern", "Provisionen" oder "Freischaltgebühren" für die Auszahlung verlangt.
Die Schadenssummen bewegen sich häufig im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Viele Geschädigte investieren ihre gesamten Ersparnisse oder nehmen Kredite auf, in der Hoffnung auf schnelle Gewinne. Die Täter agieren meist aus dem Ausland, was die Strafverfolgung zusätzlich erschwert.
Die Polizei rät zur besonderen Vorsicht bei:
- Unaufgeforderter Kontaktaufnahme mit Investmentangeboten
- Unrealistisch hohen Renditeversprechen bei geringem Risiko
- Zeitdruck ("Sonderchance", "nur heute verfügbar")
- Aufforderung zur Installation von Fernwartungssoftware
- Zahlungsaufforderungen ins Ausland oder auf im Internet.
- Informieren Sie sich, ob das Unternehmen über eine Zulassung der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde verfügt.
- Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen oder Firmen ohne gesicherte Identität.
- Installieren Sie keine Fernwartungsprogramme auf Aufforderung unbekannter Dritter.
- Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen, bevor Sie größere Geldbeträge investieren.
Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben oder Opfer eines solchen Betrugs geworden sein:
- Informieren Sie umgehend Ihre Bank und versuchen Sie, Überweisungen zu stoppen.
- Sichern Sie sämtliche Kommunikationsverläufe, E-Mails, Überweisungsbelege und Screenshots.
- Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle.
Die Polizei appelliert: Seien Sie wachsam und lassen Sie sich nicht von professionell wirkenden Internetauftritten oder vermeintlichen Experten täuschen. Seriöse Geldanlagen sind stets mit Risiken verbunden - garantierte Gewinne gibt es nicht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Harburg vom 18.02.2026 gegen 11:06 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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