Polizeieinsatz Göttingen, 16.02.26: Bedrohung mit Schusswaffen in Klingelstreich - 35-Jähriger in Gewahrsam, Anscheinswaffen sichergestellt

Ein Polizeieinsatz wurde aktuell von der Polizei in Göttingen gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Ein gemeldeter Bedrohungsvorfall hat am Freitagabend (13.02.26) in der Göttinger Innenstadt einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 21.45 Uhr ging bei der Polizei über den Notruf die Mitteilung ein, dass ein Mann im Bereich eines Hauseingangs der Goethe-Allee mehrere Jugendliche nach einem Klingelstreich mit einer Pistole bedroht haben soll. Die Jugendlichen seien anschließend geflüchtet, der Mann habe sich in seine Wohnung zurückgezogen.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage und des gemeldeten Bewaffnungsverdachts wurden sofort mehrere Funkstreifenwagen zum Einsatzort entsandt. Einsatzkräfte sperrten den Nahbereich ab und umstellten das betreffende Gebäude. Der Einsatz war aufgrund der Örtlichkeit im belebten Innenstadtbereich für die Öffentlichkeit deutlich wahrnehmbar.

Der 35-jährige Hausbewohner konnte durch eingesetzte Kräfte über ein geöffnetes Fenster angesprochen werden. Im Verlauf der Kommunikation begab sich der Mann vor den Hauseingang und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Im Anschluss wurde die Wohnung des Beschuldigten durchsucht. Dabei stellten die Einsatzkräfte mehrere schusswaffenähnliche Gegenstände (Anscheinswaffen) sowie Hieb- und Stichwaffen sicher. Hinweise auf eine scharfe Schusswaffe ergaben sich dabei nicht. Die waffenrechtliche Bewertung ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der Mann wurde anschließend aus gefahrenabwehrenden Gründen in Gewahrsam genommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll es im Vorfeld im Umfeld der Goethe-Allee zu einer Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten gekommen sein. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf sowie zur strafrechtlichen Bewertung dauern an.

Die Polizei weist darauf hin, dass Einsätze im Zusammenhang mit schusswaffenähnlichen Gegenständen regelmäßig mit einem erheblichen Kräfteansatz verbunden sind. Da in der Erstphase nicht zuverlässig beurteilt werden kann, ob von einer realen Gefahr auszugehen ist, müssen Einsatzkräfte konsequent und lageangepasst handeln, um eine Gefährdung für Unbeteiligte auszuschließen.

Einsätze dieser Art binden erhebliche polizeiliche Ressourcen und verursachen entsprechend hohe Einsatzkosten. Eine Geltendmachung der Kosten wird - abhängig von den rechtlichen Voraussetzungen - hierbei regelmäßig geprüft.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Göttingen vom 16.02.2026 gegen 11:39 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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