Polizei-News Wolfsburg, 07.01.26: Schockanruf - Seniorin übergibt Geld an unbekannten Täter
Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Wolfsburg gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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06.01.2026, 18.30 Uhr
Unbekannte Telefonbetrüger erbeuteten am Dienstagabend von einer 91-jährigen Wolfsburgerin einen Geldbetrag in Höhe von 18.000 Euro.
Am frühen Abend erhielt die Seniorin einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich unter Tränen als ihre Enkelin ausgab. Diese schilderte, sie sei bei Rot über eine Ampel gefahren und habe dabei eine Frau schwer verletzt. Auch sie selbst sei verletzt worden.Im weiteren Verlauf des Telefonats übernahm eine andere Frau das Gespräch und gab sich als Anwältin der Enkelin aus. Sie erklärte der besorgten Seniorin, dass sich ihre Enkelin bei der Polizei in Wolfsburg befinde und mit einer Inhaftierung rechnen müsse, sofern nicht umgehend eine Kaution in Höhe von 75.000 EUR hinterlegt werde.
Die 91-Jährige gab an, nicht über eine derart hohe Geldsumme zu verfügen, woraufhin ein Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab, das Gespräch übernahm. Er wiederholte den geschilderten Sachverhalt und reagierte ungehalten, als die Seniorin Zweifel an der Echtheit der Geschichte äußerte. Der Anrufer behauptete schließlich, die verletzte Frau sowie ihr ungeborenes Kind seien nun verstorben, weshalb ihre Enkelin sofort ins Gefängnis müsse.
Aus Sorge erklärte sich die Seniorin bereit, ihr gesamtes verfügbares Bargeld zu übergeben. Kurz darauf erschien ein bislang unbekannter Mann an ihrer Wohnungstür und nahm das Geld entgegen.Kurze Zeit später vertraute sich die 91-Jährige ihren Nachbarn an, wodurch der Betrug aufgedeckt wurde.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor sogenannten Schockanrufen und rät, bei derartigen Anrufen sofort aufzulegen und Angehörige oder die Polizei zu kontaktieren.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Wolfsburg vom 07.01.2026 gegen 13:43 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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