Polizei-News Hagen, 18.11.25: Mann verliert mehrere tausend Euro durch Betrugsmasche "Lovescam"

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Hagen gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Rauschgift für das Presseportal Bild: Adobe Stock / lassedesignen

Ein 43-Jähriger wurde Opfer der Betrugsmasche "Lovescam". Nach einem Monat des gemeinsamen Kontakts bemerkte er den Anlagenbetrug, verlor jedoch mehrere tausend Euro.

Über eine Dating-Plattform stellte der Hagener Kontakt zu einem Frauenprofil her, woraufhin er mit der angeblichen Frau über einen Nachrichtendienst einen regelmäßigen Austausch pflegte. Die Frau nutzte dabei eine US-amerikanische Handynummer. Im weiteren Verlauf der Gespräche gab die Unbekannte an, mit Währungen zu handeln und damit viel Geld zu verdienen. Sie begann, dem 43-Jährigen das Trading zu erklären. Er lud daraufhin auf ihre Anweisung verschiedene Apps runter und loggte sich in eine digitale Geldbörse, ein sogenanntes Wallet, ein. Daraufhin begann er zu handeln und überwies 9.000 Euro.

Er erhielt eine erste Gewinnausschüttung und bat die Unbekannte um eine Anleitung zum Abheben seines Geldes. Da er keine Antwort erhielt, wurde der Mann misstrauisch. Er kontaktierte den Kundenservice. Daraufhin wurde sein Konto gesperrt und er wandte sich am vergangenen Samstag (15.11.2025) erneut an die vermeintliche Frau. Diese versuchte, ihn weiterhin zu betrügen und gab an, dass er die Trading-App lediglich neu installieren müsse. Der 43-Jährige brachte den Anlagenbetrug richtigerweise zur Anzeige. Nun ermittelt die Kriminalpolizei. (rst)

Die Polizei gibt allgemeine Hinweise zur Vorbeugung von Anlagenbetrug.

In folgenden Fällen sollten Personen, die an Investitionen interessiert sind, skeptisch sein:

  1. Wenn im Internet oder in sozialen Medien für das Investitionsangebot geworben wird
  2. Wenn Sie unerbetene E-Mails erhalten oder vermeintliche Geheimtipps im Internet entdecken
  3. Wenn keine aussagekräftigen Informationen über den Broker zu finden sind
  4. Wenn im Rahmen der Beratung für die Investition in private Messenger-Dienste gewechselt wird
  5. Wenn ein Fernzugriff auf den Computer gefordert wird
  6. Wenn angeblich hohe Renditen und fast kein Risiko versprochen werden
  7. Wenn Sie unter Zeitdruck gesetzt werden
  8. Wenn Geld ins (außereuropäische) Ausland überwiesen werden soll
  9. Wenn das Geschäftsmodell kaum zu verstehen ist
  10. Wenn zunächst 250 Euro gezahlt werden

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Hagen vom 18.11.2025 gegen 09:31 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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