Polizei-News Gifhorn, 18.09.25: Die Polizei warnt - Vorsicht bei Ankaufsaktionen

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Gifhorn. Was ist heute passiert?

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / jgfoto

Der Pelz hängt seit Jahren ungetragen im Schrank. Eigentlich müsste der Schrank auch mal "ausgemistet" werden und für den Pelz gibt es doch bestimmt noch gutes Geld - da fällt der Blick auf eine große Werbeanzeige: hohe Preise werden dort versprochen. Klingt verlockend. Doch genau hier kann man in die Falle von Betrügern geraten.

Diese werben in Zeitungsanzeigen, Beilagen oder Flyern mit fairen und hohen Preisen sowie unkomplizierter, kundenfreundlicher Abwicklung. Doch es sei Schnelligkeit geboten, das Angebot zum Ankauf sei begrenzt. Der erste Baustein um Druck auf spätere Opfer auszuüben. Bei einem anschließenden Termin wird der Pelzankauf nur akzeptiert, wenn zusätzlich Goldschmuck abgegeben wird - zu deutlich unter Wert. Für den Pelz gibt es am Ende meist gar kein Geld. Manche "Anbieter" nutzen die Anzeigen auch, um persönliche Daten oder Adressen zu sammeln. Teilweise werden sogar Hausbesuche angeboten - eine Gelegenheit für Kriminelle, Wertgegenstände auszuspähen.

Neben dem Ankauf von Pelzen werben Betrüger auch mit dem Ankauf von andern schwer zu verkaufenden Gegenständen wie Silberbesteck oder Zinnbechern, alten Golfschlägern und ähnlichem.

Woran Sie erkennen können, dass Vorsicht geboten ist

  1. Überprüfen Sie eine Anzeige sorgfältig:

  2. Gibt es vollständige Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer,

    Firmenname)?

  3. Werden sehr hohe Preise versprochen, die "zu gut erscheinen, um

    wahr zu sein"?

  4. auch angeblich seriöse, aber oftmals ortswechselnde

    Ankaufsstellen können betrügerisch sein.

  5. Seien Sie skeptisch bei Zusatzforderungen:

  6. Wenn verlangt wird, zusätzlich Gold oder Schmuck mitzubringen,

    damit der Verkauf zustande kommt.

  7. Wenn der Pelz nur "Türöffner" ist - oft geht es in Wahrheit

    hauptsächlich ums Gold.

  8. Keine Geschäfte unter Druck:

  9. Angebote, die "nur heute" gelten, oder ZeitlimitDrohungen.

  10. Hausbesuche: Verkaufsgespräche besser in der Öffentlichkeit oder

    in einem Geschäft führen.

  11. Ziehen Sie Vertrauenspersonen hinzu:

  12. Lassen Sie sich begleiten, wenn Sie ein solches Angebot prüfen.

  13. Holen Sie sich ein zweites Angebot ein (z. B. von einem

    Fachgeschäft oder Juwelier).

  14. Dokumentieren Sie alles:

  15. Notieren Sie Namen, Anschrift und ggf. das Kennzeichen, wenn

    jemand zu Ihnen kommt.

  16. Vermeiden Sie es, Details über Wertgegenstände, Bargeld oder

    anderes Eigentum preiszugeben, bevor Sie sicher sein können.

Vorsicht ist jedoch nicht nur bei groß beworbenen "Ankaufsaktionen", sondern auch bei angebotenen Handwerksleistungen aller Art (Garten, Dach, Hofeinfahrt, etc.) geboten. Unabhängig davon, ob diese per Werbeanzeige mit "unschlagbaren Preisen" oder per Haustürgeschäft angeboten werden. Die Polizei bittet, ältere Familienmitglieder hinsichtlich möglicher Betrugsmaschen zu sensibilisieren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Gifhorn vom 18.09.2025 gegen 11:21 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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