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Raus aus der Festanstellung und durchstarten: Immer mehr trauen sich Online-Unternehmertum zu

Deutschland bleibt Startup-Land. 2021 stieg die Zahl der Neugründungen erneut im zweistelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Immer häufiger wagen auch Festangestellte den Schritt, kündigen ihren Job und begeben sich in die Selbstständigkeit. Nicht alle von ihnen sind jedoch erfolgreich, müssen ihr Business schon nach den ersten Monaten wieder aufgeben. Damit das nicht geschieht und die Startup-Rakete zündet, helfen wertvolle Experten-Tipps.

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Foto: Uli Deck/dpa Bild: Uli Deck/dpa

Aller Anfang ist schwer: Planung bringt mehr Leichtigkeit bei der Selbstständigkeit

Immer mehr deutsche Arbeitnehmende träumen vom eigenen Unternehmen und wünschen sich mehr Flexibilität und Kontrolle bei ihrer Karriere. Die Unzufriedenheit mit dem Job wächst, vor allem bei jüngeren Fachkräften. Sie wünschen sich häufig mehr Anerkennung und eine bessere Entlohnung; mehr Optionen bei der Arbeitszeiteinteilung.

Statt wie ihre Eltern und Großeltern, einem Unternehmen mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte die Treue zu halten, sind sie immer häufiger zum Jobwechsel oder zum mutigen Job-Ausstieg bereit. Eine Studie der Business-Plattform Xing Anfang 2022 zeigte, dass mehr als 37 Prozent aller erwerbstätigen Erwachsenen über eine berufliche Veränderung nachdenken.

Viele von ihnen möchten die Kündigung als Start in ein neues (berufliches) Leben nutzen. Das eigene Unternehmen gründen – diesen Mut hatten 2021 mehr als 126.000 Bürger und auch für 2022 rechnen Experten mit einem ähnlichen Niveau, vor allem im Online-Business.

Von der Idee bis zum Umsatz: So wird die Selbstständigkeit (online) zum Erfolg

Den Traum der eigenen Wahrnehmung haben viele, doch nur wenige wagen den mutigen Schritt. Damit aus der (fixen) Idee ein erfolgreiches Geschäft wird, was den Lebensunterhalt finanziert, ist ein gut organisiertes und planvolles Vorgehen entscheidend.

Online-Business wird immer beliebter, denn die Anzahl der Shops im Internet mit zahlreichen Produkte und Dienstleistungen steigt rasant. Wer sich ein Business im Internet erfolgreich aufbauen lässt, braucht dafür nicht nur die passende Website und Unternehmensidee, sondern auch den Versand, Lagerkapazität und Co. Das Verpacken der Shop-Artikel wird mit bereits vorher organisierten Verpackungsmaterialien und individuellen Rollenetiketten deutlich effizienter, erfordert jedoch auch Manpower und ausreichend Platz. Am Anfang der unternehmerischen Karriere könnten beispielsweise Freunde und Familie beim Verpacken und Verschicken einzelner Artikel behilflich sein.

Für eine Skalierung (sie ist für den langfristigen Unternehmenserfolg unerlässlich) sollte das Versandmanagement jedoch fachspezifisch organisiert und beispielsweise durch Dienstleister realisiert werden.

E-Fulfillment lohnt sich schon ab ca. 100 Bestellungen monatlich

Wie Zahlen vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. zeigen, nimmt die Zahl der E-Commerce-Umsätze seit Jahren kontinuierlich zu. Online Shopping wird laut vielen Experten zum neuen „normal" und bietet viele Karrierechancen für alle, die ein Business im World Wide Web erfolgreich gründen und betreiben möchten.

Jede Bestellung einzeln verpacken, labeln und versenden dauert lange und nimmt wertvolle unternehmerische Zeit in Anspruch. Viele Experten raten deshalb zur Nutzung von E-Fulfillment-Möglichkeiten. Lohnenswert könnten sie schon ab ca. 100 Bestellungen monatlich sein. Bei diesem Bestellaufkommen ist es nur mit der eigenen Arbeitsleistung kaum möglich, Marketing, Betreibung des Onlineshops, Bestellabwicklung und Co. zuverlässig ohne 100-Stunden-Woche zu realisieren. Outsourcing kann hingegen helfen, effizienter zu werden und genügend Spielraum für Wachstum zu haben.

Vor allem für die anspruchsvoller werdenden Kunden ist Fulfillment eine gute Möglichkeit, um beispielsweise Versandmöglichkeiten wie Express, Lieferterminwahl oder kostenlose Rücksendemöglichkeiten anbieten zu können.

Unternehmerisch denken und alles für erfolgreichen Wachstumskurs vorbereiten

Wer sein Unternehmen gründet, versucht zunächst, so kosteneffizient wie möglich zu arbeiten. Schließlich ist das (eigene) Kapital vor allem am Anfang der Gründung äußerst knapp bemessen. Doch die langfristige Erfolgsgeschichte wird nur geschrieben, wenn ein kontinuierliches Wachstum erfolgt. Dazu gehört es, die Effizienz der Abläufe stets neu zu bewerten und, falls erforderlich, auszulagern.

Durch die Zusammenarbeit mit einem Fulfillment-Anbieter lassen sich beispielsweise Kosten und Organisation für Lagerhaltung, Versand, Retourenabwicklung usw. reduzieren. Auch der Fokus der Aufgaben kann durch das Outsourcing neu ausgerichtet werden, sodass sich die ganze unternehmerische Kraft auf das Wachstum konzentrieren lässt. Die Kosten für einen Fulfillment-Service richten sich nach verschiedenen Kriterien, beispielsweise Auftragsvolumen, Servicelevel, Portokosten, Verwaltung usw.

Jeder Anbieter hat sein ganz individuelles Preisgestaltungskonzept, sodass ein Vergleich von mindestens drei Angeboten empfehlenswert ist. Einige haben eine hohe Servicegebühr, die an einen Mindestumsatz gebunden ist, bietet dafür jedoch günstige Einzelpreise bei Bestellungen. Wichtig ist, dass der Fulfillment-Service zu den eigenen Produkten und Kunden passt. Wer Produkte mit kurzer Haltbarkeit und raschen Lieferzeiten anbietet, sollte auf einen Fulfillment-Partner setzen, der diese Versandmöglichkeiten genauso und möglichst kostengünstig umsetzen kann.

Tipp: E-Commerce-Trends von morgen nutzen

Wer ein gutes Gespür für Trends gepaart mit unternehmerischem Denken besitzt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil. Immer mehr Kunden wünschen sich nicht nur günstige Produkte im Onlineshop, sondern möchten diese individuell gestalten (lassen). Produktveredelungen mit speziellen Verpackungen, einer persönlichen Botschaft oder Set-Zusammenstellungen werden immer beliebter.

Diese Individualität zu gewährleisten, erfordert auch vom Fulfillment-Partner und vom Shop-Anbieter viel Organisation. Da die Verträge beim Outsourcing von Versand, Verpackung und Co. meist längerfristig geschlossen werden, sollte auch die mögliche Flexibilität bei Trend-Anpassungen des Fulfillment-Partners im Fokus stehen.

lic/news.de