Krankheitswelle Anfang November: Viele klagen über Herzklopfen

Welche Beschwerden machen Deutschland gerade zu schaffen? Während Erkrankungen mit Magen-Darm-Beschwerden aktuell dominieren, verzeichnen Ärzt:innen auch einen Anstieg bei Herzklopfen- Erkrankungen. Die AOK erklärt wie Sie sich schützen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) (Foto) Suche
Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / flil
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 43 am stärksten verbreitet mit 9.627 Meldungen
  • Anstieg um 33.5% bei Herzklopfen
  • Hautverletzung mit 0.3% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Bei Frauen können hinter Bauch- und Magen-Darm-Beschwerden zudem menstruationsbedingte Ursachen stecken. Kurz vor und während der Periode leiden viele Frauen unter Krämpfen und Schmerzen im Unterbauch; hinzu können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung kommen. Verantwortlich sind unter anderem sogenannte Prostaglandine: Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, und beeinflussen zugleich das Schmerzempfinden. Laut AOK können Wärme – etwa durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad –, sanfte Bewegung und Entspannungsübungen die Beschwerden lindern. Bei stärkeren Regelschmerzen können auch entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen helfen. Treten die Schmerzen ungewöhnlich stark auf, verändern sie sich plötzlich oder beeinträchtigen sie den Alltag erheblich, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 43 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Die Beschwerde wurde insgesamt 9.627 mal gemeldet. Damit entfielen 7,1 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Hautverletzung rückläufig – Herzklopfen mit stärkstem Anstieg

Die Daten des Patientenservices sehen Hautverletzung für die Woche am rückläufigsten. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Anzahl der Berichte um 0.3%, von 3.099 auf 3.089 Fälle.

Im Gegensatz dazu verstärkte sich die Verbreitung von Herzklopfen deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 33.5% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Zu diesem Beschwerdebild verzeichnete der Patientenserivce in Kalenderwoche 43 insgesamt 1.642 Anrufe. In der vorherigen Kalenderwoche wurden nur 1.230 verzeichnet.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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