Atembeschwerden im Semptember: Ambrosia und Luftverschmutzung schaden der Lunge
Deutschland wird von einer neuen Krankheitswelle betroffen. Während Erkrankungen mit Bauchschmerzen aktuell dominieren, verzeichnen Ärzt:innen auch einen Anstieg bei Atembeschwerden- Erkrankungen. Ursachen und Hilfen beschreibt die AOK.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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- Symptom Bauchschmerzen in Kalenderwoche 35 am stärksten verbreitet mit 9.008 Meldungen
- Anstieg um 6.5% bei Atembeschwerden
- Insektenstiche mit 27.9% Rückgang
Magen-Darm-Beschwerden stehen aktuell an erster Stelle in der bundesweiten Symptomstatistik – und das ist typisch für die wärmere Jahreszeit. Laut AOK sind Viren wie das Noro- oder Rotavirus in den Sommermonaten besonders aktiv. Häufige Auslöser sind verdorbene Lebensmittel oder verunreinigte Hände. Die AOK rät, viel zu trinken und leichte Kost zu bevorzugen – in den meisten Fällen heilt ein Infekt ohne Medikamente aus.
Bei Frauen können hinter Bauch- und Magen-Darm-Beschwerden zudem menstruationsbedingte Ursachen stecken. Kurz vor und während der Periode leiden viele Frauen unter starken Krämpfen und Schmerzen im Unterbauch; hinzu können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung kommen. Verantwortlich sind unter anderem sogenannte Prostaglandine: Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, und beeinflussen zugleich das Schmerzempfinden.
Laut AOK können Wärme – etwa durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad –, sanfte Bewegung und Entspannungsübungen die Beschwerden lindern. Bei stärkeren Regelschmerzen können auch entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen helfen. Treten die Schmerzen ungewöhnlich stark auf, verändern sie sich plötzlich oder beeinträchtigen sie den Alltag erheblich, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Bauchschmerzen aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Für Kalenderwoche 35 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Bauchschmerzen als am häufigsten genanntes Symptom. Insgesamt 9.008 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Damit entfielen 8,2 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Bauchschmerzen.
Symptome aktuell: Insektenstiche rückläufig – Atembeschwerden mit stärkstem Anstieg
Die Daten des Patientenservices sehen Insektenstiche für die Woche am rückläufigsten. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Anzahl der Erfassungen um 27.9%, von 2.030 auf 1.464 Fälle.
Im Gegensatz dazu verstärkte sich die Verbreitung von Atembeschwerden deutlich. Um ganze 6.5% stiegen Beschwerden über das Symptom. In Kalenderwoche 35 verzeichnete der Patientenserivce insgesamt 3.240 Anrufe zu diesem Symptombild. In der vorherigen Kalenderwoche wurden nur 3.042 registriert.
Der Anstieg der Atembeschwerden um 6,5 Prozent gegenüber der Vorwoche dürfte zumindest teilweise saisonal bedingt sein. Ende August und Anfang September befinden sich noch relevante Allergene in der Luft. Besonders Ambrosia erreicht zu dieser Zeit ihre Hauptblüte und kann neben Heuschnupfen auch allergisches Asthma und Atemnot auslösen. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst meldete für den Zeitraum vom 26. August bis 1. September 2026 regional sogar mittlere bis hohe Ambrosia-Belastungen.
Daneben können spätsommerliche Umweltfaktoren wie Ozon Atemwegsbeschwerden verstärken. Die AOK weist darauf hin, dass erhöhte Ozonkonzentrationen unter anderem Husten, Atemnot und eine vorübergehend eingeschränkte Lungenfunktion verursachen können. Die Luftverschmutzung nimmt im Sommer durch Tourismus und steigenden Verkehr drastisch zu. Dazu kommt geringer Niederschlag, der die Reinigung der Luft vermindert. Meldungen über Grenzwertüberschreitungen häufen sich. Diese langzeitbelastung führt zu respiratorischeProblemen im Herz-Kreislaufsystem.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
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mel/roj/news.de
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