Erkältung im Anflug?: Diese Symptome sind typisch

Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Husten lässt nicht nach: Eine Erkältung kann den Alltag ordentlich durcheinanderbringen. Wie lange die Beschwerden dauern, was sie lindert und wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Eine Frau sitzt auf einer Parkbank und hält ein Taschentuch in der Hand. (redaktionell bearbeitet) (Foto) Suche
Eine Frau sitzt auf einer Parkbank und hält ein Taschentuch in der Hand. (redaktionell bearbeitet) Bild: picture alliance/dpa | Elisa Schu (redaktionell bearbeitet)
  • Symptom Bauchschmerzen in Kalenderwoche 38 am stärksten verbreitet mit 8.489 Meldungen
  • Anstieg um 96.3% bei Grippesymptome
  • Juckreiz mit 17.6% Rückgang

Oft beginnt es mit einem unangenehmen Gefühl im Hals. Wenig später kommen Schnupfen und Husten hinzu. Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, heilt meist von allein aus. Trotzdem können die Beschwerden belastend sein. Medikamente sind in vielen Fällen nicht nötig.

Welche Symptome sprechen für eine Erkältung?

Typisch sind eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen, Halsschmerzen und Husten. Auch Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichtes Fieber können auftreten. Die Beschwerden entwickeln sich meist allmählich über mehrere Tage.

Eine echte Grippe beginnt dagegen häufig plötzlich und mit stärkerem Krankheitsgefühl. Die Symptome können sich allerdings ähneln. Auch eine Coronavirus-Infektion kommt als Ursache infrage; gegebenenfalls kann ein Test zur Abklärung beitragen.

Wie lange dauern Schnupfen und Husten?

Eine Erkältung klingt normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Dabei verschwinden nicht alle Beschwerden gleichzeitig: Während Halsweh und Schnupfen häufig schon früher nachlassen, kann Husten bis zu drei Wochen anhalten. Wer sich noch nicht wieder fit fühlt, hat deshalb nicht automatisch eine neue Infektion.

Was hilft bei einem grippalen Infekt?

Ein Mittel, das eine Erkältung zuverlässig beendet, gibt es nicht. Schmerzmittel können einzelne Beschwerden lindern, abschwellende Nasensprays kurzfristig eine verstopfte Nase erleichtern. Antibiotika helfen gegen die üblicherweise auslösenden Viren nicht.

Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, helfen regelmäßiges Händewaschen und Abstand zu Erkrankten. Benutzte Taschentücher sollten direkt entsorgt werden.

Wann sollte eine Erkältung ärztlich abgeklärt werden?

Hohes Fieber, zunehmende Beschwerden, Brustschmerzen oder Atemprobleme sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen. Besonders Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten solche Veränderungen ernst nehmen.

Ist die Arztpraxis geschlossen und kann die Behandlung nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Der Patientenservice bietet außerdem online eine Einschätzung von Beschwerden und eine Suche nach Bereitschaftspraxen an.

Bauchschmerzen aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 meldet für die Kalenderwoche 38 Bauchschmerzen als am häufigsten genanntes Symptom. Mit insgesamt 8.489 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Damit sind 7,6  Prozent der Anrufenden von Bauchschmerzen betroffen.

Symptome aktuell: Juckreiz rückläufig – Grippesymptome mit stärkstem Anstieg

Laut den Daten des Patientenservice verzeichnen Juckreiz im Moment den deutlichsten Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Zahl der Meldungen um 17.6%, von 2.008 auf 1.654 Fälle.

Grippesymptome hingegen stiegen dafür deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 96.3% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Zu diesem Symptombild meldete der Patientenserivce in Kalenderwoche 38 insgesamt 3.747 Anrufe. In der vorherigen Periode wurden nur 1.909 erfasst.

In der Erkältungs- und Grippesaison steigt durch gesteigerte Virenübertragung in Innenräumen das Risiko für Atemwegsinfekte – vor allem durch die Influenza (Grippe), ausgelöst von Influenzaviren. Eine Impfung (Grippeschutzimpfung) kann helfen, dieses Risiko zu senken und schwere Verläufe zu vermeiden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, da ihr Körper Krankheitserreger schlechter abwehren kann. Unterstützend können bei einer Infektion Hausmittel wie reichlich wärmehaltige Flüssigkeit (ca. 2 Liter/Tag) und Inhalationen die Schleimhäute feucht halten und die Selbstreinigung der Atemwege fördern.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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