Früh-Herbst bringt die Grippe zurück: Atemwegsbeschwerden verbreiten sich in der Bevölkerung

Deutschland wird von einer neuen Krankheitswelle betroffen. Die Virensaison legt wieder los: Bei der 116 117 schnellen Grippesymptome gerade dramatisch nach oben. Entsprechend stehen Bauchschmerzen-Beschwerden jetzt ganz oben in der Symptomstatistik. Die AOK erklärt wie Sie sich schützen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) (Foto) Suche
Wie steht es aktuell um die Infektionslage in Deutschland? (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Photographee.eu
  • Symptom Bauchschmerzen in Kalenderwoche 36 am stärksten verbreitet mit 8.919 Meldungen
  • Anstieg um 29.6% bei Grippesymptome
  • Insektenstiche mit 46.4% Rückgang

Magen-Darm-Beschwerden stehen aktuell an erster Stelle in der bundesweiten Symptomstatistik – und das ist typisch für die wärmere Jahreszeit. Laut AOK sind Viren wie das Noro- oder Rotavirus in den Sommermonaten besonders aktiv. Häufige Auslöser sind verdorbene Lebensmittel oder verunreinigte Hände. Die AOK rät, viel zu trinken und leichte Kost zu bevorzugen – in den meisten Fällen heilt ein Infekt ohne Medikamente aus.

Bauchschmerzen aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 36 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Bauchschmerzen. Mit insgesamt 8.919 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Deutschlandweit meldeten 7,9 Prozent der Anrufenden Bauchschmerzen.

Symptome aktuell: Insektenstiche rückläufig – Grippesymptome mit stärkstem Anstieg

Mit dem Übergang vom Hochsommer in den Frühherbst verschiebt sich auch das Beschwerdebild: Insektenstiche gehen deutlich zurück, während grippeähnliche Atemwegsbeschwerden zunehmen.

Bei vielen stechenden Insekten endet im Spätsommer die besonders aktive Phase. So erreichen beispielsweise Wespenvölker im August ihr Populationsmaximum; anschließend nimmt ihre Zahl mit fortschreitender Jahreszeit und sinkenden Temperaturen zunehmend ab.

Gleichzeitig zeigt sich bei Atemwegserkrankungen bereits eine gegenläufige Entwicklung. Das Robert Koch-Institut beobachtet seit Kalenderwoche 33 einen Anstieg akuter respiratorischer Erkrankungen. Aktuell wird das Infektionsgeschehen vor allem durch Erkältungsviren wie Rhino- und Parainfluenzaviren bestimmt. Influenzaviren werden zwar bereits vereinzelt nachgewiesen, ihre Aktivität liegt Anfang September jedoch noch auf niedrigem Niveau.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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