Krebstherapie: Studienerfolg für Moderna im Kampf gegen Hautkrebs

Moderna schafft nach eigenen Angaben einen Durchbruch mit personalisierter mRNA-Therapie gegen fortgeschrittenen Hautkrebs. Was das für Patienten und die Krebsforschung bedeutet.

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Angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebs-Fällen sorgt eine erfolgreiche Studie zu einem Melanom-Impfstoff für Aufsehen. Die Aktienkurse der beteiligten US-Unternehmen Moderna und Merck & Co stiegen sprunghaft an. Auch nach einem kleinen Rücksetzer am Donnerstag lag der Kurs von Moderna in Europa bei rund 130 Euro doppelt so hoch wie zuvor.

Der personalisierte Krebs-Impfstoff Intismeran Autogene reduziert den Angaben zufolge kombiniert mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das ein wichtiger Meilenstein.

Erstmals hat damit den Unternehmen zufolge eine personalisierte, mRNA-basierte Krebstherapie eine entscheidende Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. In Kombination mit Mercks Immuntherapie Keytruda habe der Impfstoff das primäre Studienziel bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs erreicht.

Analyst sieht kolossalen Durchbruch

Im Schlepptau von Moderna und Merck schnellte zudem der Kurs des Impfstoffentwicklers Biontech nach oben. Auch die Mainzer arbeiten an Krebs-Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie, die Moderna einsetzt.

Analyst Luca Issi von der kanadischen Bank RBC sprach angesichts des Erfolgs der Studie von einem kolossalen Durchbruch und hervorragenden Neuigkeiten für Patienten.

Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro, sieht mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments. Die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für die gesamte mRNA-Onkologieplattform. "Gelingt der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könnte sich der adressierbare Markt erheblich vergrößern", sagte Wienke. "Der Weg von einer erfolgreichen Studie zu einem profitablen Produkt bleibt allerdings lang."

Die Experten von JPMorgan hatten die Therapie jüngst als das wichtigste Produkt in der Pipeline von Moderna bezeichnet. Mit ihr könne dem Unternehmen der Übergang von Impfstoffen gegen Atemwegserkrankungen in das Feld der Onkologie gelingen. Insgesamt steht der Ansatz derzeit in neun Studien gegen verschiedene Krebs-Indikationen und -stadien auf dem Prüfstand.

In deutschen Krankenhäusern wurden zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120.100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt im Mai berichtete. Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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