Großangriff der Kriebelmücke und Grasmilbe: Wanderröte, Schwellung und Infektion durch Insektenstich

Welche Beschwerden werden gerade von der Saison begünstigt? Magen-Darm-Beschwerden-Symptome führen die Spitze an. Doch auch Insektenstiche treiben Anrufer:innen zu den Telefonen. 

Von news.de-Redakteur - Uhr

Mücken-Plage in Deutschland: Insekten breiten sich rasant aus. (Foto) Suche
Mücken-Plage in Deutschland: Insekten breiten sich rasant aus. Bild: Patrick Pleul/dpa
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 26 am stärksten verbreitet mit 8.640 Meldungen
  • Anstieg um 136.9% bei Insektenstiche
  • Grippesymptome mit 47.0% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 26 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Insgesamt 8.640 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Deutschlandweit meldeten 7,9 Prozent der Anrufenden Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Insektenstiche mit stärkstem Anstieg

Während Grippesymptome deutlich zurückgehen, treiben Insektenstiche derzeit besonders viele Menschen um. In Kalenderwoche 26 registrierte der Patientenservice 3.705 entsprechende Anrufe – 136,9 Prozent mehr als in der vorherigen Vergleichsperiode mit 1.564 Fällen.

Momentan befindet sich Deutschland im peak der Insektensaison.Derzeit sorgen regional auch Grasmilbenlarven für zahlreiche stark juckende Pusteln und Hautausschläge. Die AOK hat erst Mitte Juni auf die sommerliche Aktivität der winzigen Tiere hingewiesen; aus Teilen Bayerns wird bereits von einer ungewöhnlich hohen Zahl Betroffener berichtet. Hinzu kommen Kriebelmücken, die vor allem an Fließgewässern auftreten, sowie Bremsen, deren schmerzhafte Bisse an Seen, auf Wiesen und in der Nähe von Weidetieren typisch sind. Wespen- und Bienenstiche spielen ebenfalls eine Rolle, ihre Hauptsaison wird jedoch erst im weiteren Verlauf des Sommers erreicht.

Ein milder Winter, Regen im Frühsommer und die anschließenden hohen Temperaturen haben die Entwicklung der Tiere begünstigt. Wasseransammlungen in Regentonnen, Blumentopf-Untersetzern oder Eimern bieten zusätzliche Brutplätze; bei Wärme kann sich etwa die Asiatische Tigermücke innerhalb einer Woche vom Ei zum ausgewachsenen Tier entwickeln. Die AOK rät, juckende Stiche nicht aufzukratzen, da dadurch Bakterien in die Wunde gelangen und Entzündungen auslösen können. Stattdessen sollten Betroffene die Stelle mit einem feuchten Tuch oder Kühlpad kühlen. Auch Essig oder eine aufgeschnittene Zwiebel können den Juckreiz lindern. Wird die Rötung größer, fühlt sich die Stelle heiß an oder beginnt sie zu pochen, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.demitteilen. +++

Lesen Sie Auch:

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.