Badeotitis bricht aus: Ohrenschmerzen steigen um 100 Prozent
Eine neue Krankheitswelle trifft gerade auf Deutschland. Die neuesten Erhebungen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zeigen: Erkrankungen mit Magen-Darm-Beschwerden sind derzeit die häufigste Ursache für Anrufe – gleichzeitig nehmen auch Ohrenschmerzen-Erkrankungen stark zu.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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- Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 27 am stärksten verbreitet mit 10.401 Meldungen
- Anstieg um 100.3% bei Ohrenschmerzen
- Grippesymptome mit 11.1% Rückgang
Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Sommer Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der wärmeren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.
Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Für Kalenderwoche 27 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Insgesamt 10.401 Meldungen verzeichnen dieses Krankheitsbild. Damit entfielen 8,4 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.
Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Ohrenschmerzen mit stärkstem Anstieg
Während Grippesymptome in Kalenderwoche 27 weiter zurückgingen, verzeichnete der Patientenservice bei Ohrenschmerzen einen ungewöhnlich starken Anstieg. Die Zahl der Anrufe verdoppelte sich nahezu von 2.612 auf 5.231 Fälle – ein Plus von 100,3 Prozent.
Schuld daran ist die aktuelle Badesaison. Der Anstieg folgt unmittelbar auf die extreme Hitzeperiode Ende Juni, die laut Deutschem Wetterdienst vielerorts für hohe Temperaturen und viel Sonnenschein sorgte – und damit vermutlich auch für besonders volle Freibäder und Badeseen.
Nach Angaben des NDR-Gesundheitsmagazins „Visite" treten Gehörgangsentzündungen gerade im Sommer gehäuft auf. Bleibt nach dem Schwimmen Wasser im Ohr, weicht die Haut im Gehörgang auf. Gleichzeitig kann die natürliche Schutzschicht aus Ohrenschmalz beeinträchtigt werden, sodass Bakterien oder Pilze leichter eindringen. Chlor- und Salzwasser sowie kleine Verletzungen durch Wattestäbchen erhöhen das Risiko zusätzlich. Die sogenannte Badeotitis kann Juckreiz, Druckgefühle, starke Schmerzen und eine vorübergehende Hörminderung auslösen.
Zur Vorbeugung sollte nach dem Baden das Wasser möglichst von selbst ablaufen: Dafür den Kopf zur Seite neigen und das äußere Ohr vorsichtig mit einem sauberen Handtuch trocknen. Wattestäbchen, Fingernägel oder andere Gegenstände haben im Gehörgang nichts zu suchen, da sie die Haut verletzen und Ohrenschmalz tiefer hineinschieben können. Bei zunehmenden oder anhaltenden Schmerzen, Hörproblemen, Ausfluss oder Fieber sollte das Ohr ärztlich untersucht werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt bei Verdacht auf eine Gehörgangs- oder Mittelohrentzündung grundsätzlich eine ärztliche Abklärung.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.de mitteilen. +++
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mel/roj/news.de
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