Krankheitswelle im April: Viele klagen über Augenrötung

Deutschland wird von einer neuen Krankheitswelle betroffen. Die neuesten Erhebungen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zeigen: Erkrankungen mit Magen-Darm-Beschwerden sind derzeit die häufigste Ursache für Anrufe – gleichzeitig nehmen auch Augenrötung-Erkrankungen weiter zu. Die AOK erklärt den Trend.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Nachttisch mit Tee und Medikamenten. (Foto) Suche
Nachttisch mit Tee und Medikamenten. Bild: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 16 am stärksten verbreitet mit 9.720 Meldungen
  • Anstieg um 46.7% bei Augenrötung
  • Grippesymptome mit 43.9% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Das am häufigsten genannte Symptom für Kalenderwoche 16 beim Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 sind Magen-Darm-Beschwerden. Es beschwerden sich insgesamt 9.720 Anrufer:innen über dieses Krankheitsbild. Damit sind 7,5  Prozent der Anrufenden von Magen-Darm-Beschwerden betroffen.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Augenrötung mit stärkstem Anstieg

Laut den Daten des Patientenservice verzeichnen Grippesymptome im Moment den deutlichsten Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat fiel die Anzahl der Meldungen um 43.9% von 9.697 auf 5.442 Fälle.

Dementgegen stiegen Beschwerden über Augenrötung deutlich. Sie weisen den stärksten Anstieg aller Symptome auf mit 46.7%. Insgesamt verzeichnete der Patientenservice 3.683 Anrufe zu diesem Symptombild in Kalenderwoche 15. In der vorherigen Periode wurden nur 2.510 erfasst.

Im Frühling leiden viele Menschen unter gereizten und geröteten Augen. Laut Gesundheitsinformation.de steckt dahinter oft Heuschnupfen: Pflanzenpollen können eine allergische Reaktion auslösen, bei der die Augen jucken, tränen und die Lider anschwellen. Um die Belastung zu verringern, raten Fachinformationen dazu, den Pollenflug im Blick zu behalten, Wohnräume bei starkem Pollenflug nur kurz und zur passenden Tageszeit zu lüften sowie nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung zu wechseln oder abends die Haare zu waschen, damit möglichst wenig Pollen in die Wohnung gelangen

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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